
Grado, alte Kirchen und ein kurzer Spaziergang
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Es soll sich bei der Szene um die Jonaslegende handeln. Dieser wird hier gerade ausgespuckt.
Siehe Seite 12 dieser Abhandlung
https://homepage.univie.ac.at/dorothea.weber…uileia%20II.pdf
Ich hatte es etwas profaner gesehen, da springt einer in ein Wasserbecken, umgeben von Fischen und anderen Kreaturen, danach liegt er in einer Laube, hier als Kürbislaube beschrieben. Denn nach Fisch, der Jonas ausspuckt sieht mir dieses Tier ja nicht aus. Aber ich vertraue der angefügten Beschreibung.
Johannes
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Venerdi. Heute war Grado schlagartig sehr belebt. Wochenende. Wir machten einen Ausflug in das ruhige Hinterland und besuchten vier Städte:
Portugruaro und Summaga in Venetien sowie Sesto al Reghena und San Vito al Tagliamento in Friaul- Julisch Venetien.
Portugruaro ist vom Fluss Lemene durchflossen und der schiefe Campanile sticht sofort ins Auge.
Es gibt zahlreiche Brücken und immer wieder kleine Stichstrassen zum Fluss, die teilweise miteinander verbunden sind.
Interessant ist das Archaeologische Museum Concordia.
Dort gab es auch eine interessante Ausstellung moderner Kunst zwischen den alten Steinen.
Dieser römische Fuß hingegen zeigt das Schönheitsideal der alten Griechen und Römer, bei dem die zweite Zehe länger als der große Zeh ist (übrigens so auch bei der Freiheitsstatue, Morton‘s Zeh wird sie heute genannt)
Zwei alte Mühlen am Fluss sind ebenfalls ein Blickfang.
Die Plätze sind venezianisch und die kleine St. Nicholas Kirche mit hübschen Fresken ausgestattet.
Die Pflanzen wachsen hier üppig
und die Heiligen findet man auch an jeder Ecke.
Weiter geht es dann nach Summaga....
Fortsetzung folgt morgen.
Johannes
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Auf der Rückfahrt nach Grado haben wir noch Stop bei einigen schönen Plätzen gemacht. In Summaga befand sich im 10./11. Jahrhundert eine Abbazia der Benediktiner, von der noch diese Kirche, die 1211 fertig gestellt wurde, erhalten ist: Santa Maria Maggiore:
Der Bau entspricht dem einer typischen dreischiffige Basilika der römischen Zeit.
Unter den alten Fresken stechen insbesondere die 12 Apostel und hier nicht Christus alleine im Zentrum, sondern die Jungfrau mit dem Jesuskind von vier Engeln umgeben.
In Sesto al Reghena war am Nachmittag alles geschlossen. Hier wird auch noch renoviert.
Dennoch lohnte ein Blick zur Abtei Santa Maria in Sylvis, ebenfalls eine Benediktinerabtei. Heute ist die Anlage Pfarrei und darf sich auch wieder Abbbazia nennen. Durch den Torturm gelangt man in die befestigte Anlage mit Blick auf den Campanile.
Auch diese Katze begehrte Einlass, keine Chance, alles geschlossen.
So ging es dann weiter und in San Vito al Tagliamento machten wir noch einen Halt auf der Piazza del Populo, wo es besten Eiskaffe gab und zum Abschluss noch einen Blick in die kühle Kirche.
Johannes
Sind dir die Kraniche auch begegnet?
Nein, nur Möwen, die unentwegt versuchen, dir das Essen vom Teller zu klauen.
Johannes
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Hallo Johannes.
Herrliche Bilder einer mir noch völlig unbekannten Region.
Danke für´s Vorstellen, und natürlich, dass wir auf Deiner Reise dabei sein dürfen.
Viele Grüße, Daniel.
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Ich schließ mich der Begeisterung Daniels total an. So schöne Bilder von relativ unbekannten Stätten, die es wirklich verdienen, berühmt zu werden!!
Danke, Johannes, für diesen herrlichen Bericht. Da kann ich mit besichtigen, ohne unter der Mittagshitze leiden zu müssen!
Und. Ja, die Möwen... Überall!
Lieben Gruß!
Susane
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Sabato. Heute unternahmen wir eine Lagunenfahrt.
Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden und führt in der Lagune bis Porto Buso auf der Insel Anfora, wo man aussteigen, in ein Restaurant gehen und mit dem nächsten Schiff zurückfahren kann. Wir machten die Rundreise ohne Zwischenstop.
Die Hafenausfahrt....
Die Lagune erstreckt sich bis nach Lignano und das Wasser ist je nach Ebbe und Flut 40-80 cm tief.
Nein, das ist kein Nepomuk....
Auf den zahlreichen Inseln stehen diese kleinen Fischerhütten, die casoni, wie man sie auch aus Venedig kennt.
Ansonsten herrscht Weite....
die immer wieder von kleinen Inseln unterbrochen wird
Nach einer Stunde legt das Schiff in Porto Buso an.
Dann geht es zurück über das offene Meer nach Grado.
und die Hafeneinfahrt...
Im Hafen habe ich mich dann noch umgesehen, was die Fischer so mitgebracht haben.
Ein Glatthai Mustelus mustelus
Ein Roter Knurrhahn Chelidonichtys lucerna
Fisch und Grado gehören zusammen, am Nachmittag waren wir am mittlerweile vollen Strand noch Schwimmen, morgen geht es wieder nach Hause.
Johannes
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Eine schöne Bootstour hast Du da gemacht.
Interessant finde ich auch diese kleinen Inseln mit den Hütten darauf.
Eine gute Heimreise wünsche ich Dir und Danke, dass wir in Deinem Urlaub dabei sein durften.
Viele Grüße, Daniel.
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Hallo Johannes,
vielen Dank, das wir dich zeitnah in und um Grado bei eurern vielseitigen Erkundungen begleiten durften.
Mir hat ganz besonders eure Lagunenfahrt gefallen
Kommt gut heim.
Liebe Grüße
Steffi
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Ich hoffe Ihr habt die Heimfahrt gut hinter Euch gebracht.
Grado - Wien , auch nicht gerade ein Katzensprung,
Danke, dass Du uns in dieser Woche an vielen schönen Erlebnissen in Venetien hast teilhaben lassen.
Ich habe alles während des Aufenthalts in "meiner" Region (der Toskana) verfolgt, die so ganz anders ist.
Italien ist ein so wunderbares, vielfältiges Land !
Es war eine Woche voll historischer und kultureller Höhepunkte , aber auch entspannter Momente , in denen die Atmosphäre, die Ihr erlebt habt, sehr schön zu spüren war. Deine Bilder ließen viel erkennen,.
"Nur" eine Woche , aber eine Woche mit viel Genuss, denke ich.
Meeresluft schnuppern bei der kleinen Seefahrt durch die Lagune und das Schwimmen im Meer am letzten Tag waren letztlich entspannender Abschluss,
Nun hoffe ich und wünsche es Dir, dass die Erholung und die Erinnerungen ganz lange anhalten.
Liebe Grüße,
Elke
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