Es hat nun doch geklappt. Als ich im Vorjahr mit dem Motorrad beim Befahren des Hahntennjochs, welches das Lechtal mit dem Inntal verbindet, mir den Ort Boden angesehen habe, stand für mich fest, daß ich von dort aus auf die Hanauer Hütte wandern wollte.
Boden selbst habe ich euch ja vor einiger Zeit vorgestellt. Hier noch mal der link zum Bericht.
Boden am Hahntennjoch
https://de.wikipedia.org/wiki/Hahntennjoch
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Letzte Woche ging es also los mit unserer Tour auf die Hanauer Hütte. Ich wußte zwar, daß ich bei dieser Wanderung Angelika etwas viel zumutete, hatte jedoch Vertrauen, daß wir es gemeinsam schon schaffen würden. Ich habe mich nicht getäuscht.
Los ging es ab dem Parkplatz etwas unterhalb von Boden auf knapp 1300 Metern Höhe.
Von dort aus führt ein Wirtschaftsweg über etwa vier Kilometer hinweg kontinuierlich ansteigend immer am Talgrund leicht bergan.
Einen ersten Imbiß gibts nach einer knappen Stunde Gehzeit an dieser Bank.
Schon bald darauf endet der Weg an der Talstation der Materialseilbahn zur Hanauer Hütte. Von dort an geht es in Serpentinen mal links und mal rechts vom Bach relativ steil bergauf.
Auf dem grünen Hügel im Hintergrund ist ganz in der Ferne die Hütte zu erkennen.
In manch schattiger Nische liegt noch etwas Schnee.
Eigentlich habe ich noch mehr Bilder von dieser Wanderung an einem wunderschönen Tag geknipst. Aber ein paar sind leider abhanden gekommen.
Während wir beim Aufstieg schwitzen, freuen wir uns über die Blütenpracht am Weg.
Nach gut zwei Stunden ist es so weit. Die Hanauer Hütte, die wir schon seit eineinhalb Stunden immer im Blickfeld hatten, liegt endlich vor uns.
Daneben steht ein Altar aus Stein für gelegentliche Bergmessen. Dahinter sieht man die Dremelspitze mit ihren 2733 Höhenmetern.
Hier die Hütte von etwas oberhalb gesehen. Wir gönnen uns dort ein Radler und eine Tiroler Spezialität, die Speckknödelsuppe.
Die Hütte selbst befindet sich auf 1922 Metern Meereshöhe.
Diese Ruhebank hat sich meine Angelika heute verdient. Allen Respekt wie sie diesen doch anstrengenden Aufstieg gemeistert hat. Im Hintergrund ist die Große Schlenkerspitze mit 2827 Metern Höhe zu erkennen.
Von hier oben kann man auch einmal einen Blick nach unten werfen. Durch dieses Tal sind wir herauf gewandert.
Es hätte einen weiteren Weg von dort zur Hanauer Hütte gegeben. Der führt über einen Klettersteig, der nur mit Kletterausrüstung begangen werden sollte. Das ist nichts für uns. Wir haben den "einfachen" Weg gewählt.
Wir genießen den Blick auf die beeindruckenden Berge.
Natürlich endet der Weg nicht hier an der Hanauer Hütte. Der Europäische Fernwanderweg E4 führt hier vorbei. Je nach Kondition kann man auch auf einen der umliegenden Berge wandern. Diejenigen, die das machen, übernachten jedoch meist hier auf der Hütte.
Auch die Parzinnspitze ist nichts für uns. Der Berg mit einer Höhe von 2613 Metern ist ein reiner Berg für Klettermaxen.
Wir nehmen den selben Steig für den Rückweg und füllen am Bach noch unsere Wasserflaschen auf. Der Tag war ziemlich warm und so benötigten wir wesentlich mehr Flüssigkeit als gewöhnlich.
jürgen