Manchmal ergibt sich das eine aus dem anderen...
Vor kurzem habe ich versucht, den Wurzeln der berühmten Baumeisterfamilie Dientzenhofer in Oberbayern nachzugehen .
Hier habe ich darüber berichtet.
RE: Zwei Kirchen, ein Bauernhof > BRANNENBURG und PRAG > Auf den Spuren der Baumeisterfamile Dientzenhofer
Ich hatte in der Kirche keinen Nepomuk vermutet und war daher überrascht, dass er im Kirchenführer beschrieben wird.
Heute war ein sehr warmer Sommertag. 31 Grad unten im Tal, kein Wanderwetter.
Ich beschloss, in die kühlere Luft hinauf zum Kirchlein Sankt Margarethen zu gehen ( fahren

Die Lichtverhältnisse waren gut und…
Dabei stieß ich auf den Ortsnamen Flintsbach am Inn im Landkreis Rosenheim.
Drei der Dientzenhofersöhne ( Christoph, Leonhard und Johann ) wurden in Flintsbach getauft und gingen in Flintsbach in die Schule.
Die alte Schule in Flintsbach steht nicht mehr.
Die Kirche Sankt Martin wollte ich mir anschauen .
Da Flintsbach am Inn liegt, ein Ort mit Schiffstradition ist, vermutete ich einen Nepomuk.
Beim Eintreten in eine solch reich ausgestattete Kirche weiß man zunächst nicht , wohin man zuerst schauen soll!
Wo könnte ein Nepomuk sein ?
Ich hatte Glück. Die Kirche wurde gerade für einen Gottesdienst vorbereitet, die Alarmanlage war ausgeschaltet.
Ich fragte die Mesnerin, ob ich den Altarraum betreten darf.
Sie wusste sogar, wo der Nepomuk steht !
Hier standen sie : Links Sankt Nikolaus, rechts der Heilige Johannes Nepomuk
Im Kirchenführer konnte ich lesen:
"Die Halbfiguren hl. Nikolaus und Johann Nepomuk, Patrone der Schiffsleute, stammen möglicherweise von dem Aiblinger Josef Götsch ( Schüler des Ignaz Günther)
Oben auf der Orgelempore probte gerade der Kirchenchor für die nachfolgende feierliche Messe.
Elke
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Nachtrag
( Etwas OT zum Thema Nepomuk - aber an diesem Tag passte einfach alles zusammen. Dientzenhofer- Nepomuk - Traditionen, die wegen Corona nicht gelebt werden konnten )
Ich habe geschrieben:
ZitatIch hatte Glück. Die Kirche wurde gerade für einen Gottesdienst vorbereitet, die Alarmanlage war ausgeschaltet.
Ich weiß nicht, ob an einem anderern Tag die Kirche auch geöffnet ist. Aber den Altarraum kann man in der Regel nicht betreten.
An diesem Samstag Nachmittag wurde für eine Erstkommunion vorbereitet.
Zum ersten Mal seit 2020 wieder in der im Ort traditionellen Weise.
Mit Blasmusik und feierlichem Einzug in die Kirche.
Pfarrer und Ministranten holten die Kommunionkinder ab.
Der Zug setzte sich in Bewegung.
Blasmusik voran, dann die Ministanten, die Kinder , der Pfarrer am Schluss.
Die Musik spielte bis alle in der Kirche waren.
Endlich können Traditionen auf dem Land wieder aufleben!