Der Gaichtpass verbindet das Lechtal mit dem Tannheimer Tal. Etwa abseits liegt der Weiler Rauth. Von dort aus wollten wir auf die Höflishütte wandern. Der Weg dorthin ist eigentlich nicht sonderlich anspruchsvoll und lange. Schwierige Stellen sind mit Drahtseilen gesichert.
"Die Hütte befindet sich im Birkental in Tirol. Sie dient als Unterkunft für Mitglieder des Dillinger Alpenvereins, die sich um den Unterhalt der Wege ihres Hausberges - der Leilachspitze - kümmern. Ab Rauth führt ein Weg, und später ein schmaler Pfad, durch das Birkental und zur Hütte. Er ist an ausgesetzten Stellen mit Metallketten versehen und erfordert Schwindelfreiheit und Trittsicherheit."
aus https://www.outdooractive.com/de/hut/allgaeu…uette/32860628/
Zudem liegt die Hütte gerade mal auf 1186 Metern Meereshöhe. Somit sollte diese Tour zum Saisonbeginn Anfang Mai eigentlich machbar sein. Los ging es in Rauth. Allein schon die Anfahrt im Cabrio mit geöffnetem Verdeck war den Ausflug wert.
Ein mobiles Vogelhäuschen wird wohl immer wieder zwischen zwei Gebäuden über der Straße hinweggezogen um es neu zu befüllen.
Ein paar Landwirte leben neben dem Vermieten von Ferienwohnungen immer noch von der Viehwirtschaft.
Im Hintergrund sehen wir die Gaichtspitze.
Auf diesem Gefährt befinden sich Zaunpfähle, die der Bauer nun nach dem Winter neu setzt um die Weiden einzuzäunen.
Auch das Zurechtstutzen von Bäumen gehört zu den Arbeiten im Frühjahr.
Wir gehen etwa eine dreiviertel Stunde auf einem sanft ansteigenden Forstweg entlang.
Mal sind wir im lichten Wald und mal durchqueren wir Almwiesen.
Die Ameisen sind auch schon aktiv.
Schusternägele nennt man diese kleinen Enziane bei uns.
Blick ins Lechtal
Nun gehts auf einem schmalen Steig am steilen Hang weiter. Wer wohl den Rechtschreibfehler zu verantworten hat? Krottental und nicht Grottental lautet der Name. Ein "Krott" (männlich) ist bei uns eine Kröte.
Sicherlich wird der Weg nun etwas abenteuerlicher. Glücklicherweise sind ja überall Stahlseile angebracht an welchen mal sich einhalten kann.
Die Sektion des Alpenvereins Dillingen an der Donau pflegt anscheinend diesen Weg der zur Sektionshütte führt recht gut.
Nun also immer eine Hand am Drahtseil und vorsichtig weiter gehen.
Plötzlich ist ein gefahrloses Vorwärtskommen nicht mehr möglich. Ein Hangrutsch hat das Drahtseil aus der Verankerung gerissen und es liegt locker am Weg. Ich probiere es und komme zwar einhändig, in der anderen Hand halte ich meine Stöcke, hinüber. Aber Angelika meint: Schluß mit lustig! Wir kehren um!
Blick von der anderen Seite zurück
So etwas kann gerade im Frühjahr auf Wegen in den Bergen immer wieder mal vorkommen. In diesem Fall weis man zudem nicht, was nach diesem Einschnitt im Krottental noch im weiteren Verlauf im Birkental auf uns zugekommen wäre.
Der Pfad ist am Hang zu erkennen.
Und doch schmeckt uns die Brotzeit auch hier auf dieser Bank.
So manches Pflänzchen ist kurz vor dem Aufblühen.
Nachdem unsere Tour etwas früher als geplant endete gehts noch zum Gaichtpass-Stüberl welches sich am alten Gaichtpass nicht weit weg befindet.
Beim Cappuccino und Apfelstrudel verfliegt die Aufregung über das Hindernis am Weg recht schnell - oder doch nicht?
Anfang kommender Woche soll es schönes Wetter haben und dann gehts erneut in diese Gegend. Dazu habe ich mir jedoch eine viel einfachere Tour ausgesucht. Schaun wir mal was kommt....
jürgen