Am Freitag war dann Gammeltag!
Wir waren noch mal einkaufen um die letzten Dinge zu holen die wir mit nach D nehmen wollten.
Zum Mittagessen hatte uns der Vermieter ein Restaurant in Balatonlelle empfohlen.
Der ehemalige Weinkeller ist heute ein Restaurant. Das Gebäude wurde 1784 von der Familie Majthényi erbaut, ebenso wie die angrenzende barocke Kapelle (leider verschlossen), die dem Heiligen Donat von Villámüző, dem Schutzpatron der Weinbauern, gewidmet ist. Seit dem Jahr 1300 sind Weinbau und Weinerzeugung in der Region präsent. In dem alten Keller unter dem Restaurant werden die besten Rotweine der Familie Konyari in Barriques ausgebaut.
Neben dem Gebäude steht dieses Backhaus.
Von der Terrasse des Majthényi Présház hat man einen herrlichen Blick auf den Plattensee.
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An der Terrassenbrüstung zeigt eine Tafel die Berge am Nordufer des Balaton.
Der höchste Berg ist der Kab-hegy mit 599 Metern.
(Die Perlenschnur gehört zum Sonnenrollo!)
Der Bekannteste ist wohl der markante Tafelberg Badacsony. Ein Bild vom Seeufer aus.
An seinen Hängen gedeiht ein hervorragender Wein. Die häufigste Rebsorte ist der Welschriesling. Ich bevorzugte früher den Szürkebarát oder Graumönch. Er ist lieblicher als der Riesling. Heute wehrt sich leider mein Magen gegen die Säure.
Durch die Berge fallen die Nordufer meist steiler ab als am Südufer.
Auf der Fahrt vom Présház zur Unterkunft begegnete uns noch ein Nepomuk.
Am Nachmittag wollte ich es wissen. Traue ich mich an einem 22. September in den See? Als Nichtschwimmer ist das Südufer des Balaton für mich ideal! Um tatsächlich schwimmen zu können muss man etwa 1000 Meter in den See laufen! Das Ufer fällt nur ganz leicht ab. Trotzdem ist es nicht ungefährlich denn bei Sturm können Wellen bis fast zu 2 Metern entstehen. Deshalb sind Sturmwarnungen unbedingt ernst zu nehmen!
Einige Daten zum Balaton/Plattensee:
Er ist der größte Binnensee Mitteleuropas mit einer Länge von 79 km, mittlere Breite: 7,8 km, mittlere Tiefe: 3,25 m, tiefste Stelle: 12,5 m.
Der See wird von etwa 30 ständigen und 20 periodischen Wasserläufen gespeist. Um den Wasserstand des Sees regeln zu können wurde in Siófok eine Schleuse gebaut. Überschüssiges Wasser wird über einen 120 km langen Kanal in die Donau geleitet. Dieser Kanal wurde zum Teil schon in der Römerzeit angelegt.
Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen um 26 °C und in der Nacht um 19 °C. Der Juli ist mit knapp zehn Sonnenstunden pro Tag am sonnenreichsten.
Durch seine geringe Tiefe friert der Balaton in der Regel im Dezember zu und bricht Ende Februar wieder auf.
Es gibt keine Brücke über den Balaton! Die einzige Möglichkeit den Plattensee mit dem Auto zu überqueren ist eine Autofähre die zwischen den Orten Tihanyrév am Nordufer (auf der Halbinsel Tihany) und Szántód am Südufer verkehrt, die Fahrzeuge in zehn Minuten über den See setzt.
Boote mit Verbrennungsmotor sind auf dem Balaton grundsätzlich verboten, nur Ein- und Ausfahren in und aus Hafenanlagen sind für Segelboote mit Hilfsmotor erlaubt.
Es leben 25 Fischarten im Balaton. Karpfen, Hecht, Wels und Zander sind außerhalb der Schonzeiten mit Angelkarte fischbar.
Also! Am späten Nachmittag gingen wir dann an den Strand und ich bin etwa so weit in den See gelaufen wie die Gruppe im Hintergrund.
Die Temperatur war für mich durch Thermalwasser verwöhnten, leicht frierenden Menschen nicht zu kalt. Durch die beim Hineinlaufen langsam steigende Wasserhöhe gewöhnt man sich leicht an das kühle Nass. Da fiel es da draußen nicht mehr schwer ganz einzutauchen. Auch nach dem Verlassen des Sees fror ich nicht. Die Lufttemperatur passte! Deshalb konnte ich auch in nasser Badehose die 100 Meter zur Unterkunft zurück laufen. Schön wars!
Die beiden schwarzen Katzen des Hausherrn hatte ich oben schon gezeigt.
Das ist Katze Nummer 3.
Hier räkelt sie sich unter dem Trampolin.
Das ist Katze Nummer 4.
Das ist der Vater dieser Kleinen.
Leider waren es am nächsten Morgen nur noch 3 Katzenbabys. Niemand weiß wo das Fehlende abgebblieben ist.
In der Nacht auf Samstag setzte ergiebiger Landregen ein. Das war beim Beladen des Autos ziemlich unpassend, aber nicht zu ändern. Er setzte sich - mal mehr mal weniger - auf der Heimfahrt an diesem Tag fort. Unsere Zeit in Ungarn war für dieses Jahr vorbei.
In Csákánydoroszló kamen wir noch an diesem schönen Christophorus vorbei.
Über Szentgottthárd und Heiligenkreuz im Lafnitztal fuhr ich an Graz vorbei erstmalig über die Pyhrnautobahn A9...
...zur Übernachtung nach Engelhartszell. Nach dem obligatorischen Zwischenstopp bei der Schokoladenfabrik...
...und zweitem Frühstück...
...kamen wir am Sonntagnachmittag wohlbehalten daheim an.
Zum Abschluß habe ich noch zwei Bilder aus Ungarn für unsere Katzenfreunde/innen.
Die obere Katze hat sich wohl durch mein Fotografieren gestört gefühlt oder wollte unerkannt bleiben.
Liebe Grüße von waldi vom bayrischen Untermain