Bei meinem gestrigen Ausflug nach Tata kam ich auch durch den Ort Vértestolna.
Ich traf auf eine Familie die es sich am Lagerfeuer bequem gemacht hat.
Der Begriff "Kindergarten" überraschte mich weil es mir nicht bekannt war, dass es mal ein "deutsches Dorf" gewesen war. Bei einer Volkszählung 2011 gaben 38,1% der rund 500 Seelen an deutsche Vorfahren zu haben.
Der 1992 gegründete Kindergarten (ung. Óvoda) nennt sich Marienkäfer, Nationalitäten-Kindergarten.
Leider habe ich das Bild verwackelt.
Eigentlicher Grund meines Ausflugs war allerdings nicht dieses Dorf, auch nicht die Nepomuks in Tata, sondern eine Information von Gyuri vom Forellenhof, dass in Mocsa, einem Dorf bei Tata, eine Büste von Kaiserin/Königin Elisabeth enthüllt wurde.
Nach dem Mord an ihrer Königin in Genf 1898 folgte auch Mocsa dem Aufruf des Landwirtschaftsministers zu Ehren der Königin Bäume zu pflanzen.
Es waren 6 Akazien, 6 Kastanien , 6 Eschen, 5 Trauerweiden und 6 Gleditschien. Dieses kleine Wälchen am Rand des Friedhofes bezeicnete man als "Elisabethgarten". Einige dieser Bäume sind heute noch erhalten.
Am 10. September 2023 war der 125. Todestag der Königin. Tibor Hörömpöli, ein gebürtiger Mocsaer, kam auf die Idee, aus diesem Anlass eine Statue zu Ehren der bei den Ungarn sehr beliebten Königin zu errichten. Mocsa hat gerade mal 2000 Einwohner und beschloss trotzdem der ehemaligen Königin ein Denkmal zu errichten. In Zusammenarbeit von Gemeinde, dem Dorfverschönerungsverein und Sponsoren schaffte man es. Das Denkmal wurde am Jahrestag in diesem Elisabethgarten enthüllt.
Geschaffen wurde die Büste vom regionalen Bildhauer László Endresz.
Heute fuhren wir ans pannonische Meer.
Unsere Unterkunft.
Diese beiden und noch zwei Katzen sorgen für Unterhaltung.
Am Abend zeigten sich dunkle Wolken.
Der erste Blick auf den Plattensee.
Er war aber noch ziemlich ruhig.
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Liebe Grüße von waldi aus Ungarn