Das Feuerköpfle ist ein Berg in den Allgäuer Alpen im westlichen Lechtal bei Reutte. Der Gipfel ist nur für routinierte Wanderer oder Kletterer erreichbar. Etwas unterhalb gibt es jedoch einen kaum bekannten Aussichtspunkt der vorgestern unser Ziel war. Wir fuhren über Lechaschau und stellten das Cabrio auf einem Parkplatz an der Straße zum Frauensee ab.
Wir hatten knapp 600 Höhenmeter vor uns und mussten nur ein ganz kurzes Stück der Teerstrasse folgen.
Die Werbung der Frauenseestube ignorieren wir.
Auch sparen wir uns den Abstecher in die Republika Srpska.
Wir nehmen den Pfad vorbei an den kleinen Niagarafällen. Die genaue Tour auf den Berg hat mir zuvor ein Einheimischer beschrieben. Diese Variante entsprach genau unserer Vorstellung.
Ideal war, dass der Großteil des Weges im Wald verlief weil es doch relativ warm war.
Es geht über Stock und Stein.
Wir sind hier alleine auf dem Weg.
Nach einer Dreiviertelstunde rasten wir kurz oberhalb des Frauensees.
Ab da geht es auf einem Forstweg weiter bergauf bis wir nach eineinviertel Stunden die Costaries Kapelle erreicht haben.
Von dort haben wir bereits einen schönen Ausblick auf den Lech und die Ortschaften bei Reutte.
Die Geschichte der Kapelle steht angeschrieben.
Zwischendurch ergibt sich ein schöner Blick auf den Säuling und das Ostallgäu mit dem Forggensee und dem Bannwaldsee.
Im Vordergrund der Frauensee.
Rechts vom Weg liegt die private Sulztaler Hütte und bald darauf endet der Weg.
Der Aussichtspunkt ist nirgendwo angeschrieben. Maps.me hilft mir auch nicht weiter. Hingegen kennt Tante Google den Aussichtspunkt. Schließlich finden wir den richtigen Pfad und sind endlich am Ziel unserer heutigen Wanderung angelangt.
Hier auf 1453 Metern Höhe ist die Aussicht noch erheblich besser als unten bei der Kapelle.
Nun genießen wir auch die mitgeführte Brotzeit.
Reutte und Breitenwang. Letztgenannte Gemeinde gilt wegen der hohen Steuereinnahmen der Metallwerke Plansee als sehr wohlhabend.
Dann trifft uns fast der Schlag weil von diesem extrem steilen Hang ein etwa 25jähriges Mädel heraufkraxelt. Das noch dazu ohne irgendeine spezielle Bergausrüstung. Auf Nachfrage erklärt sie, dass sie schon öfters auf diesem „Weg“ nach oben kam. Hinauf klappt das wohl, hinab hingegen nicht. Sie wohnt in Lechaschau und trainiert regelmäßig diese Variante auf das Feuerköpfle. Meine Frage nach der Zeit und dem Ausgangspunkt beantwortet sie mit den Worten „Lechaschau und knapp 45 Minuten“. Wieso brauchen wir auf dem offiziellen Weg zweieinhalb Stunden bis hierher? Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Ich lasse mir vom Handy die umliegenden Berge erklären.
So schön es auch hier oben ist. Schweren Herzens müssen wir uns auf den Rückweg machen.
Am Frauensee angekommen nehmen wir die Fahrstrasse bis ins Tal wo unser Auto geparkt ist.
Das Verdeck wird geöffnet und nach einem Stopp in Reutte wo wir zwei kalte Radlerhalbe mitnehmen rasten wir am Heimweg in Musau. Die Tour war doch etwas anstrengender als gedacht. Dies, weil wir nicht wie ursprünglich geplant erst ab dem Frauensee losgingen, sondern auch den Umweg über die kleinen Niagarafälle machten.
Anfang dieses Jahres hatten wir bereits eine Wanderung von der Bärenfalle aus zum Frauensee unternommen.
Wanderung zum Frauensee bei Reutte im Außerfern
Das Auto hatten wir am Wanderparkplatz zur Musauer Alm bzw. Otto Mayr…

Jürgen