So, nun kommt mein Beitrag über Bad Kreuznach, der kreisfreien Großstadt am Rande des Hunsrücks ... Bad Kreuznach liegt Luftlinie rund 14 km südlich von Bingen.
Meine Tante hatte sich für die Stadtführung mit dne Landfrauen eingeschrieben gehabt und hat das dann kurzerhand auch noch für mich gemacht ...
So sind wir an dem Montag gegen Mittag ab Bahnhof Kirn aufgebrochen um mit dem Zug nach Bad Kreuznach zu fahren. Ich find es doch immer wieder lustig, mich kennen da so ziemlich alle, ich kannte kaum jemanden *seufz*, aber so ins GEspräch vertieft war die knappe 3/4 Std. - Fahrt nach KH ziemlich schnell vorbei, dann gabs erst mal ne Schrecksekunde, als eine ausm Zug gefallen war, gottseidank aufn Bahnsteig, ja, ist ned so einfach, vorallem du musst ja im Grunde an manchen Bahnhöfen förmilch rausspringen, so hoch und so weit ist der Bahnsteig vom Ausstieg weg.
Nach der Schrecksekunde versammelten wir uns vor dem Bahnhof, hab da dann ne Cousine um tausend Ecken kennengelernt *grins*, manche Leute mussten noch aufs Töpfchen, das war da wohl aber auch nicht das optimale zu sein ... na aber angeblich wollen die Kreuznacher das bis zum Rheinland-Pfalz-Tag, der vom 3. - 5. Juli dort stattfindet, gelöst haben, genauso wie den Tunnel unterm Bahnhof, das war schon krass...
Quer gegenüber vom Bahnhof steht die katholische Heilig-Kreuz-Kirche von KH
die war leider geschlossen, aber wie die Stadtführerin meinte, seien alle Kirchen an dem Tag geschlossen.
Wir liefen dann ein gutes Stück durch die Stadt bis wir zu dem Wahrzeichen Bad Kreuznachs, den Brückenhäusern, kamen. (wusste ich zuvor auch nicht)
Die Brücke wurde um 1300 errichtet und die Brückenhäuser, die auf den Pfeilern stehen im 15. Jahrhundert zum ersten mal urkundlich erwähnt. Das dort Häuser drauf gebaut wurde geht darauf zurück, dass es in der Stadt einfach keinen Platz mehr für Neubauten hatte, also wurde auf der Brücke angefangen zu bauen. In den letzten Kriegstagen wurde die Brücke gesprengt und in den 50er Jahren wieder aufgebaut. Das linke Haus war ein Gefängnis, das andere ist eine Weinstube.
Hier mehr dazu: https://www.bad-kreuznach.com/brueckenhaeuser.htm
In der Unteren Nahe versammeln sich verschiedene Tierlein um sich auf Futterfang zu begeben:
Bad Kreuznach ist eine Drei-Flüsse-Stadt... es fließt durch die Nahe und der Ellerbach, der aus dem Hunsrück kommt und immer wieder zu Überflutungen führt und dann müsste das dritte Gewässer der Mühlenteich sein. Deshalb gibt es am Ufer in der alten Neustadt von Bad Kreuznach ein Klein-Venedig
Hier sehen wir zwischen den Sträuchern einen Turm, deren eigentliche Bedeutung mir entfallen ist, jedenfalls wird es jetzt für die Tauben als Taubenschlag überlassen, nur werden die Eier geklaut, sodass es zumindest zu etwas weniger Tauben führen sollte.
Hier sind wir nun auf der Brücke, die die Neustadt und die Altstadt, das dort sogar umgekehrt bezeichnet wird, sprich, die alte Neustadt ist die Altstadt und die Altstadt, mit der Fußgängerzone ist die Altstadt, hab ich jedenfalls soweit verstanden, wie es im Internet steht *grins*. Auf der Nahebrücke stehen wie bereits geschrieben einige Fachwerkhäuser, so wie hier die Weinstube
Hier wurde ein Geschoss der Schweden aus dem 30-jährigen Krieg eingebaut:
Hier noch n bisschen mehr darüber:
https://www.kh-lokal.de/KH/wiki/index.…ckenh%C3%A4user
Oberhalb der Stadt liegt die Hauzenburg, die im 12. Jahrhundert vom Grafen von Sponheim errichtet wurde. Heute befindet sich dort ein Lokal und Hotel. Da waren wir leider nicht oben, muss aber total schön sein, mit Blick über die Nahe... und immer wieder findet dort ein Ritterspektakel statt. Hier mehr dazu: https://www.kauzenburg.de/
Am Eck zur Brücke gibt es ein malerisches Eckhaus, das wohl aus zwei Häusern besteht oder bestand
Hier ein Blick auf die Nahe von der alten Nahebrücke aus und worüber die Mannheimer Str. führt:
Im Hintergrund sieht man die Spitze der Pauluskirche. Dort wurde 1843 Karl Marx mit Jenny von Westphalen getraut.
Das ist der Ellerbach, der aus dem Hunsrück kommt, hier sieht er aus, als könnte er nix anrichten, aber es wurde schon von heftigem Hochwasser berichtet, sodass dort überall mit Sandsäcken versucht wurde das Wasser von den Häusern abzuhalten. Die Brücke wurde zwischen zwei Tore gebaut, die durch Vorkehrungen abgeriegelt werden kann.
Und hier noch der Blick auf Klein-Venedig und wo der "kleine" Ellerbach in die Nahe fließt
In Bad Kreuznach war 1507 der sagenumwobene Magister Johann Georgius Sabellicus Faustus (Dr. Faust) beherbergt, dessen Geschichte sich wohl Goethe vorgenommen hat. Heute ist es ein Weinhaus ...
https://www.bad-kreuznach.com/fausthaus.htm
https://www.maasberg.ch/BadKreuznach.html
Das Rathaus in Kreuznach hat ne ganz lustige Tür, die geht von alleine auf Und ihr seht an der Seite sind diese ehemaligen preußischen Maße, Fuß und Elle angebracht, wo ich die Rätsel gemacht hab, die Elle ist leider hinter dem Baum versteckt.
Neben der Nikolauskirche befindet sich der Alte Töpfermarkt, mit einer lustigen Figur, dem der Sage nach, dem Ordensmann der hier aus dem Fenster schaut das Kläppern zu laut ist und er ihn dafür böse anschaut ... gleichzeitig wird der Mann von einem Hund angefallen.
Bei dem Denkmal sieht man, wie ein Metzgermeister seinen Landsherrn bei einer Schlacht das Leben rettet. Das steht am mittelalterlichen Marktplatz
Im Metzgerviertel sind die Gassen so eng, dass man nur nacheinander durchgehen kann, die Häuser wurden so gebaut, dass das Fleisch gekühlt werden konnte.
Also im Zweifelsfall könnte man Platzangst bekommen, das ist mit Blick nach oben.
Danach waren wir aus den "Arschbacken" wieder heraußen und uns bot sich das Bild von schönen Fachwerkhäusern und Gaststätten
Und hier sind wir über die Brücke zurück in der neuen Altstadt mit ihrer Fußgängerzone
An dem Brunnen endete unsere Stadtführung
Wir hatten auch noch n Foto machen lassen, das hab ich leider nicht, vllt. bekomm ichs ja mal noch. Hab mir beim Runterspringen aus gut nem m nur halb den Fuß gebrochen, aber ging nach n paar Metern scho wieder Wir sind dann zum Abschluss noch Eis, Kaffee und Kuchen essen und trinken gegangen und danach zurück zum Bahnhof um zurück nach Kirn zu fahren.
War super interessant, auch wenn ich die Hälfte scho wieder vergessen hab *grins* und das jetzt alles so ein wenig im Internet nachgelesen hab. Ich hoffe euch hats gefallen und ihr habt einen weiteren schönen Eindruck vom Rheinland kennengelernt ...
LG Maria