Piazza dei Miracoli oder La Piazza del Duomo
Als Teilnehmer einer Busreise mit Leitner-Reisen kamen wir auf unserer ersten Toskanatour auch nach Pisa um den Schiefen Turm in Augenschein zu nehmen.
Der Busfahrer steuerte den Parkplatz am Checkpoint an und wir fuhren als Gruppe mit dem Pendelbus zur Haltestelle an der nordwestlichen Stadtmauer.
2009 kostete der Pendelbus 1 € /Person
Nach gewonnener Ortskenntnis wären die Wege auch gut zu Fuß machbar gewesen, da die Parkplätze recht zentral zum Domplatz liegen.
Von der Bushaltestelle Domplatz gingen wir über die Via Carlo Cammeo entlang der westlichen Stadtmauer.
um am Piazza Manin durch die Porta Nuova zum Domgelände zu kommen.
Wenige Meter nach dem Durchgang standen wir vor einem Lageplan des Piazza dei Miracoli „Platz der Wunder“,
welcher mit 4 Bauwerken zum UNESCO-Welterbe zählt.
1 Kathedrale
2 Taufkapelle
3 Schiefer Turm
4 Friedhof
Der gesamte Komplex macht einen gewaltigen Eindruck
Den besten Überblick hätten wir sicherlich von der Aussichtsplattform des Schiefen Turm gehabt.
Allerdings stellten wir uns dort nicht in die Reihe der Wartenden.
Einer Besichtigung weiterer Gebäude ließen wir auch aus, da wir möglichst viel von Pisa kennen lernen wollten.
Beginnen wir unseren Rundgang also mit dem Battistero „Taufkirche / Baptisterium“
Der Umfang des Baptisterium misst über 100m und ist die größte Taufkirche weltweit.
Das Gebäude soll neben meisterlichen Handwerksarbeiten auch über eine hervorragende Akustik verfügen.
Relativ schnell fiel uns das unterschiedlich gedeckte Dach auf.
Wenden wir den Blick rechts herum, blickt man auf die Außenmauer des Camposanto „Friedhof“
Innen wurde der Kreuzgang rundum mit Fresken ausgestaltet.
Die Friedhofserde wurde über den Seeweg aus dem Heiligen Land importiert.
Auf einer Längsachse gegenüber dem Eingang zur Taufkirche liegt das verschlossene Hauptportal der Kathedrale Santa Maria Assunta.
Man betritt das Kircheninnere durch die beiden Seitenportale der Westfassade.
Nach dem Sieg über die Sarazenen und der Plünderung Palermos wurde 1063 die Errichtung der Kathedrale beschlossen.
An der Ostseite befindet sich der meistbenutzte Eingang, da das Hauptportal im Westen von der Stadt abgewandt liegt.
Schräg versetzt zum Domeingang steht dann der Torre Pendente „Schiefer Turm“ bzw. Campanile,
welcher aus anderer Betrachtung gar nicht so schief erscheint.
Über den Jahrtausendwechsel konnte der begehrte Turm nicht bestiegen werden, da seine Schieflage besorgniserregend war.
Inzwischen haben Fachleute mit Boden- und Stabilisierungsmaßnahmen eine Festigung erreicht und dabei den Turm um 44 cm aufgerichtet.
Das war jetzt aber noch nicht alles zum Piazza dei Miracoli.
Auf der Wiese zwischen Campanile, Kathedrale und der Verwaltung mit Information und Büchershop steht mal wieder ein Denkmal der Römischen Wölfin.
Am Rande des Platzes findet man dann noch zwei Museen.
Entlang des Hauptweges in der ehemaligen Pilgerherberge das Museo delle Sinopie.
und am Ende des Weges das Museo dell’Opere del Duomo als Rückansicht.
Im Museo dell'Opera sind Original des Domes ausgestellt, die zum Teil nur als Kopie im Dom zu finden sind.
Nach diesem Rundgang begaben wir uns auf eine Stadtbesichtigung, welche weitere interessante Anblicke für uns bereit hielt, bevor wir wieder zum Platz der Wunder zurückkehrten.
Bevor wir wieder zum Bus zurück mussten, nutzte ich die Zeit auf den Stufen des Denkmals den Daheimgebliebenen eine Karte zu schreiben, die schnell noch in den Postkasten eingeworfen werden musste.
Danach strebten wir entlang des UNESCO-Welterbes auf die Stadtmauer zu.
Außerhalb der Stadtmauer gingen wir über die Via Carlo Cammeo zur Bushaltestelle zurück.
Wir hatten jedoch noch etwas Zeit das Warenangebot der Händler in Augenschein zu nehmen.
Dabei kamen wir wieder am Jüdischen Friedhof vorbei, der auf dem Hinweg geöffnet jedoch nun auf dem Rückweg verschlossen war.
Vom Domplatz aus zogen wir durch weitere Gassen in Richtung Arno.