Liebe Foris,
nachdem jetzt sichtbar das Forum in kürzester Zeit "modernisiert" und nahezu reibungslos wurde, ein großes Dankeschön auch noch mal an Tom, und der Frühling bald anklopft, ist es naheliegend, bei euch Allen die Reiselust zu wecken.
Nun ist das ja so eine Sache mit den Dia scannen, wir haben aber bei unserer Elke gesehen, dass es durchaus mit Erfolg Sinn macht.
Deshalb werde ich auch versuchen, euch eine Reise in die Schatzkammer der Natur, nämlich Andalusien, nahe zu bringen.
Das ganze ist ja nun schon ein paar Jahre her, da aber dieses Urlaubsziel gleichermaßen für Badende, Sonnenhungrige, als auch für Bildungsbeflissene und Naturfreunde verschwenderische Angebote bereit hält, möchte ich euch diesen herrlichen Landstrich zeigen. Ich verspreche euch sicher nicht zuviel.
Ein Vorwort sei noch erlaubt.
Zum einen liegt die Reise weit über 10 Jahre zurück, zum Anderen sind dadurch zwangsläufig Erinnerungen verloren. Aufwendige Aufzeichnungen mache ich (aus Faulheitsgründen) nicht.
Bestimmte Ereignisse bleiben ohnehin haften.
Trotzdem möchte ich nicht auf Formulierungen von Taschenbuchausgaben zurückgreifen, sondern allenfalls Bilderbeschreibungen nachvollziehen.
Ich hoffe, es gefällt euch auch so.
Los ging`s entsprechend einer Rundreisebuchung, ich glaube an einem Freitag.
Die Reiseroute ging von Malaga nach Marbella, weiter über Ronda, Grazalema (Teil der Route der weißen Dörfer) und Arcos de la Frontera, nach Cadiz.
Weiter über Jerez de la Frontera, die Sherrystadt, nach Sevilla.
Das nächste Ziel war schließlich die "Bratpfanne Andalusiens" Cordoba. Fußballerfreunde wollen sich an diesen Ort nicht so recht erinnern.
Danach strebten wir Granada und der Sierra Nevada zu. Von dort fuhren wir wieder zurück nach Malaga zum Heimflug.
In Erinnerung habe ich noch dass wir erst um 22 Uhr in Malaga landeten. Dies auch deshalb, da wir ja
noch unsere Unterkunft suchen mussten. (wir hatten nur DIN A4 Blätter mit ganz groben Skizzen von den jeweiligen Hotels erhalten)
Das war wirklich ein Witz, zurück ins Reisebüro und denen die Leviten lesen? Ging nicht.
Also als alter Terrestrischer vom Fliegen hinein ins Getümmel.
Raus auf die am Flughafen vorbeiführende Autobahn, kurz abgebogen und----- in die falsche Autobahnrichtung eingefahren.
Dies erkannte ich jetzt (wegen leichter Hektik vorher übersehen) gleich an den Orten, die auf dem Autobahnschild angeschrieben waren.
Also nach 3km (in Flughafennähe gibt es ja Gott sei Dank mehrere Einfahrten) zurück und Richtung Malaga.
Wir hatten einen nagelneuen Fiat raus gefischt, sogar mit Klimaanlage.
Nach ca. 10 km begannen die Skizzen für das Hotel. Vorher konnten wir uns schon mal über die eigenartige Streckenführung der Abfahrten vertraut machen.
Plötzlich sah ich nach einer vor uns liegenden Brückenüberquerung links von uns zwei Busse eine Parallelstr. zur Autobahn in ein Industrieviertel fahren. (Busse ins Industrieviertel? Da war was)
Was sage ich, ich rechts raus über ein kleines Straßengewirr über die Brücke und den Bussen nach.
Ich darf betonen , dass es damals noch kein Navi für mich gab.
Und der Instinkt wurde belohnt, wir waren von unserer Fliegergruppe (wie wir später feststellten, hatten ca. 12 Personen die Reise gebucht) die Ersten.
Dies, liebe Foris ist kein Eigenlob, sondern ich erwähne es deshalb, weil schon halb geplättet, sich großer Hunger einstellte. (Kein Abendessen, langes Warten am Flugplatz, 4 Stunden Flug mit verweigerter Snackpappe, 1 Stunde aus checken , Wagen ergattern und ungewisse Anfahrt, ihr kennt das ja).
Also rein ins Hotel , Vorsprung ausnützend zum Hotelmanager, Bedienstete im Restaurant lehnten Speisen ab, spanische Küche gelobt, Hinweis morgens um 7 Uhr geht es weiter, bekamen wir von ihm eine Riesenplatte mit 1 Liter Wein. Er vorher "Geld für Unannehmlichkeiten".
Als wir fertig waren, so gegen 23. 45Uhr, kamen vereinzelt die weiteren Bucher dieser Reise.
Und--- bekamen nichts mehr. (auf den Gedanken, dass in südlichen Ländern "Unannehmlichkeiten" bestehen, kamen sie nicht.
Egal, zurück zum Hotelzimmer, das in diesem Fall eine Augenweide war.
Völlig neu erbaut, möchte nicht wissen, was das heutzutage kostet. War wohl ein Anfangsangebot.
Hier schon mal das gepflegte Bad
und das Bettchen.
So was merkt man sich. Es stellten sich also gute Voraussetzungen ein.
Also am nächsten Morgen Abreise um 8 Uhr. (mehr zu Malaga am Ende der Reise) Die Weiterfahrt erfolgte nach einer vorher gekauften Karte für Andalusien für die Tagesetappe nach Sevilla.
Zunächst ging es die auf der Westseite von Malaga angrenzenden, äußerst sehenswerten Hügel hinauf.
Bis wir schließlich zur ersten herausragenden Sehenswürdigkeit , nämlich nach Ronda kamen.
Ronda ist bekannt wegen seiner grandiosen Lage zwischen zwei Felsmassen.
Es gibt da eine bis zu 180 m tiefe Schlucht, gähnenden Abgrund zwischen Alt und Neustadt.
Soll wegen dieser Lage auch ein Schlupfwinkel früher für Schmuggel gewesen sein.
Neben der schönen Kirche Santa Maria la Mayor
gab es nicht nur landestypische Lieblichkeiten, auf die mein Blick fiel:
Auf der folgenden Fahrt von Ronda ging es durch Korkwälder
zwischendurch sah man auf dieser Route die berühmten weißen Dörfer an den Hängen der Berge
Blüten überall an den Wegen (das Tagesprogramm war doch arg Zeit bedingt eng)
und bot Ausblicke , wie wir uns Andalusien mit seinen Andalusiern aus der Werbung vorstellen:
Lehnt euch zurück , es folgt ein Landschafts- und Blütentraum
und ich glaube schöner geht es fast nicht: (die Farben waren wirklich so)
und hier noch im Hintergrund ein weißes Dorf
Diese verschwenderischen Blütenteppiche sprechen für sich selbst. Erläuterungen über Bevölkerung, Tourismus und Wirtschaft müssen da in den Hintergrund treten, können sie doch aus den einschlägigen
Reisetaschenbüchern kompetenter erläutert werden.
Das war`s vorerst mal mit dem 1. Teil und ich kann euch versprechen, es geht mit herrlichen Sehenswürdigkeiten weiter.
Bis bald
euer
wallbergler