Horb am Neckar ist ein wunderschönes Städtchen - gelegen am östlichen Rand des Schwarzwaldes. Hier ein paar Eindrücke von unserem Spaziergang durch die historische Stadt.
Ein kurzer Blick in die Geschichte:
Um 1090 wurde Horb am Neckar erstmals urkundlich erwähnt. Der Name der Stadt leitet sich vom althochdeutschen Wort horv für Sumpf ab. Die gesamte Altstadt von Horb befindet sich oberhalb des Neckars auf einem Hügel und ist von überall einsehbar. Bis Anfang des 14. Jahrhunderts gehörte Horb den Pfalzgrafen von Tübingen, dann den Grafen von Hohenberg. Im Jahre 1381 wurde die Stadt Vorderösterreich zugesprochen und stand danach gut 400 Jahre lang unter habsburgerischer Regentschaft. Im Jahre 1806 kam Horb zum Königreich Württemberg. Heutzutage gehört Horb am Neckar zum Landkreis Freudenstadt und somit zum Regierungsbezirk Karlsruhe.
Der Horber Bahnhof liegt westlich vom Neckar. Um in die Altstadt zu kommen muss man den Neckar überqueren.
Die Christopherusbrücken führen über den Neckar und den Mühlkanal.
Zwischen dem Neckar und dem Mühlkanal liegt das schöne Gebäude des Elektrizitätswerkes
Von dort hat man einen schönen Blick auf die beiderseits direkt am Mühlkanal erbauten Häuser, auch %u201EKlein-Venedig“ genannt:
Nicht weit entfernt von der Brücke über den Mühlkanal erblickt man das Wassertor.
Wer nach dem Überqueren der Brücke nach links abbiegt kommt in die Neckarstraße.
Auf der linken Straßenseite befindet sich der Zugang in den Flößerweg.
Häuser am Kanal und die Altstadt auf dem Hügel - betrachtet von der schmalen Brücke
Am Ende der Neckarstraße steht der Luziferturm - auch Ihlinger Tor genannt. Einst war es das Gefängnis für die der Hexerei beschuldigten Frauen. Daneben das Stubensche Schlösschen.
Am Gebäude Hoher Giebel nicht weit vom Luzifertor entfernt,
Hinter dem Haus hoher Giebel befindet sich die Galerie Schwan.
führt die Marktsteige, ein Treppenaufstieg hinauf zur Marktstraße mit dem Marktplatz. Kurz bevor wir oben ankamen, drehten wir uns um und genossen diesen herrlichen Blick zum Mühlkanal und zum Neckar:
Sämtliche am Marktplatz stehenden Häuser
fielen dem großen Stadtbrand von 1725 zum Opfer und sind anschließend wieder errichtet worden.
Der heimische Künstler Wilhelm Klink gestaltete auf den Giebelseiten des Rathauses
und des Wachthauses (einst von den Nachtwärtern genutzt)
das Horber Bilderbuch, welches viel von der Historie der Stadt zu berichten weiß.
Am höchsten Punkt der Horber Altstadt stehen ihre Wahrzeichen, die Stiftskirche Heilig Kreuz sowie der Schurkenturm mit dem Burggarten.
Vom einstigen herrschaftlichen Schloss Hohenberg sind nur noch der mächtige Wehrturm und der Burggarten übriggeblieben. Den Wehrturm nutze man im 18. Jahrhundert als Gefängnis - daher der Name "Schurkenturm".
Schurkenturm
Burggarten
Ab dem Burggarten kann man zu besserer Jahreszeit zum Schütteturm und zur Ottilienkapelle gelangen. Als wir in Horb waren, war der Weg wetterbedingt abgesperrt.
Wer den Burggarten in Richtung Klosterhaus verlässt, gelangt durch die Bußgasse zur Altheimer Straße. Dort steht das renovierte Torwärterhäuschen mit noch vorhandenen Reste der Stadtbefestigung und dem äußeren Ringmauerturm.
Der innere Ringmauerturm mit dem Reiterbild beherbergt ein wehrgeschichtliches Museum.
Stadtmauerreste befinden sich auch in der Grabenbachgasse
Weiteres Sehenswertes auf unserem Rückweg zu den Christopherusbrücken und zu unserem Auto :
Der Untere Markt mit Platzbrunnen und Kornhaus (Kaufhaus).
Auf der Brunnensäule wacht Erzherzog Ferdinand II von Österreich-Tirol.
Die Liebfrauenkapelle an der Gutermannstraße bzw. Hirschgasse.
Das Steinhaus – früher Magazin und Fruchtkasten, heute Gemeindezentrum in der Hirschgasse
Bevor wir den Heimweg antraten, begaben wir uns noch zum Neckarufer, um das auf der gegenüberliegenden Seite stehende Gaistor zu fotografieren.
Außerdem gelang uns dieses Foto der teilweise vereisten Neckarstaustufe: