Perchten in Kufstein: Luzifers Garde
Wer das Türchen unseres Adventskalenders von Tom am 5.12. geöffnet hat, konnte in einem schönen Video etwas über das Brauchtum der Perchten im Gasteiner Tal erfahren.
https://schoener-reisen.at/forum/adventca…728bc8098&day=5
Hier im Forum gibt es schon einen Bericht über den Perchtenlauf in Westkärnten.
ZitatWir haben am Abend des 5. Dezember in Kufstein einen Krampusumzug miterlebt, am 30.Dezember in Mauthen in Kärnten einen Perchtenumzug und stellten fest, dass das Aussehen der Gestalten sehr ähnlich war
https://schoener-reisen.at/forum/showthre…n-und-Krampusse
Am Samstag, 4.12. waren wir wieder einmal in Kufstein – zufällig, ohne Vorwarnung.
Da waren sie wieder unterwegs!
Aber nicht solche, wie wir sie kannten.
Die Gruppe nannte sich Luzifers Garde.
https://www.r66.at/luzifer/seite2.html
Wie ich auf deren Homepage feststellen konnte, handelt es sich um eine Gruppe junger Leute, die das Perchten – ( Krampus) brauchtum in der Region neu aufleben lassen wollen und es phantasievoll mit selbst gestalteten Kostümen weiterentwickelt haben.
Dick in Strohkostüme verpackt , ohne Masken, aber dafür pechschwarz im Gesicht und an den Händen, tanzten sie um eine Feuerstelle herum, was natürlich eine Menge Zuschauer anlockte.
Mit riesigen Glocken auf dem Rücken, großen kastenförmigen Blechtrommeln und Vuvuzela ähnlichen Instrumenten machten sie einen Mordslärm.
Wie auch bei den traditionellen Perchten versuchten Kinder und Jugendliche die Gestalten zu foppen- natürlich in der Gewissheit, dass diese mit Riesensprüngen auf sie zurennen, ihnen das Gesicht schwärzen und mit ihrer Fellrute über die Beine streichen würden.
Die meisten, vor allem jüngeren weiblichen Zuschauer gingen mit schwarzer „Bemalung“ nach Hause.
Ich möchte nicht wissen, wie schwer diese Kostüme und das Zubehör sind und welcher Kondition es bedarf, um damit herumzuspringen und herumzurennen.
Nach einiger Zeit sah man einige der furchterregenden Gestalten erschöpft an den Rand des Platzes gehen und sich wieder in freundliche junge Männer verwandeln.
Es wäre sicher noch sehr viel eindrucksvoller gewesen, wären wir der Gruppe nach Einbruch der Dunkelheit begegnet.
Aber uns es hat auch so Spaß gemacht.
Kufstein am späten Nachmittag
Wir konnten dann die Rückfahrt noch bei schönstem Winterwetter machen – nicht wie sonst , auf der Autobahn, sondern auf der Landstraße rechts des Inn ( in Fließrichtung gesehen)
(Für alle, die es gerne exakt formuliert haben: Wir fuhren orografisch rechts )
"Die ‚orografisch linke‘ Seite eines Fließgewässers ist jene Seite, die sich in Fließrichtung – also von der Quelle zur Mündung hin gesehen – links befindet. Die gegenüberliegende Seite heißt ‚orografisch rechts‘."
Zitat aus Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Orografie
Hier die kleine barocke Wallfahrtskirche Heiligkreuz bei Nussdorf- Windshausen – dem ehemaligen, heute verwaisten Grenzübergang von Tirol nach Bayern.
Interessant ist, dass sich im Turm dieser kleinen Kirche eine Eremitenklause befand und dort ein Raum zu finden ist, ein Schulzimmer, in dem früher die Kinder der Umgebung das Lesen und Schreiben lernten.
Im Inntal bei Brannenburg
ELMA