Liebe Foris,
gut ausgeschlafen ( meine Freunde habe ich um ihr Nachtmahl betrogen, da ich schon vorsorglich ein Mosquitonetz dabei hatte) traten wir den nur 234 km langen zweiten Abschnitt unserer Reise entlang der Küste auf der Jadranska Magistrala bis Paklenica Stari Grad an.
Die eingetretene Hochstimmung hielt durch den strahlenden und jetzt schon sehr wärmenden Sonnenschein unvermindert an.
Mittlerweile hatten wir am Vormittag schon 25 °. Nun, die immer um 5 ° zur äußeren Höchsttemperatur dezimierte Klimaanlage ließ uns entspannt die vorüberziehenden, wundervollen , Aussichten genießen.
Nach einer kurzen Fahrt auf der teilweise neu asphaltierten Landstr. kamen wir , neben den unvermeidlichen, aber manchmal auch Interesse weckenden Straßenverkaufs Ständen für Schwammerl (Pilze) aber auch Trüffel (beim Halt stellte sich heraus , nur in Gläser) vorbei, an die Slowenisch/ Kroatische Grenze zwischen Starod und Pasjak.
Wir wurden freundlich durch gewunken.
Schließlich kamen wir zu der viel fotografierten , weil spektakulär gebauten Autobahn Abfahrt
auf die Landstr. vor und hoch über Bakar (tja, nur während der Fahrt festgehalten)
und als wir dem Knotengewirr entkommen waren, die viel fotografierte Brücke von Krk hinter uns gelassen hatten, trafen wir auf die von der Bora gezeichnete , Urlaubs abweisende Ostseite der Teile der Inselwelten.
Krk, Prvic, Rab, Im Hintergrund Cres, Pag (lasse mich gerne berichtigen)
Auf Höhe von Jablanac machten wir schließlich auf der Magistrale an einem der zahllosen , aber sehr ansprechend wirkenden kleinen Gasthof Rast.
Und wurden mit einem überraschend köstlichen und preiswerten Mittagessen belohnt. So konnte es sparmäßig weitergehen.
Fortan ging es unterhalb des Velebits in einem endlosen aneinander gereihten Kurvenreigen.
bis wir die quer ab zur in der grellen Sonne liegende Brücke von Pag, Paski most erreichten.
Auf dem Festland waren immer wieder sehenswerte Bucht u. Küstenstreifen zu besichtigen
Und der Herbst hat an den Hängen nunmehr sichtbar Einzug gehalten.
Schließlich erreichten wir unsere für 2 Tage (auch wieder sicherheitshalber mal online) anvisierte Ferienwohnung in Starigrad Paklenica, gegen 16 Uhr.
Auch hier waren wir, wie in Kozina, vor Ort mit unserer Internet Auswahl zufrieden und buchten .
Ein schönes geräumiges Appartement für 35 € pro Tag . Kann man ( vorerst) wahrlich nicht meckern.
Hier: https://www.unterkunftinkroatien.de/paklenica/apartmani-lucija/
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Nun hatten wir noch ausgiebig Zeit, den nur 500 m entfernten Nationalpark aufzusuchen.
Hier der Eingang
von dort konnten wir noch 1 km weiter jetzt in der Nebensaison mit dem Auto fahren , da kein verstopfter Parkplatz gegeben war.
Beeindruckt näherten wir uns der Schlucht, links und rechts steil aufragend.
Bis zu diesem Punkt, also im Bildhintergrund vor der sich öffnenden Schlucht
ist auch für Radfahrer Schluss, weil unmöglich, wie an den folgenden Bildern ersichtlich.
Wir gelangten (eigentlich beginnend schon kurz nach den Kassenhäuschen) zu den einzelnen Hinweisen auf die markanten Drehorte von vielen Karl May Filmen.
Hier ein Beispiel
Dann schlendert man vorbei an hohen Kletterfelsen, an denen sich viele Kletterer versuchten, wie hier die konzentrierte Dame.
Im Ergebnis, bei genauer Betrachtung entlang der Felsenwände kommt man fast zu der Ansicht,
hier findet eine natürliche Ausstellung einer Eisenwarenhandlung statt.
Aufschlussreich fand ich einen Blick auf einen am Boden im Schneidersitz befindlichen
jungen Mann, der aufmerksam die mit Haken versetzten Wandrouten studierte.
Wirkte fast wie eine nebeneinander liegende Strichliste für mich. Der arme Felsen.
Unabhängig davon ist es aber tatsächlich eines der schönsten Klettergebiete Europas. Dementsprechend auch der Andrang der Kletterschulen usw.
Das hielt uns aber nicht davon ab, tiefer in die Schlucht hinein zu gehen
.
Jetzt sah an der rechten Seite das geübte Auge, lach, einen Kletterer in Aktion, während ganz oben schon einer den höchsten Punkt erreicht hatte.
näher betrachtet
Und schließlich mit Tele den Gipfelstürmer noch sichtbar gemacht (leider aus der Hand).
Nun, in dieser Hinsicht konnten wir nicht konkurrieren, aber stetig aufwärts boten sich immer wieder höchst interessante und attraktive Felsformationen an. Geologisch gesehen, gab es also nichts zu meckern.
hier noch ein Beispiel, warum es mit dem Radl nicht so gut wäre
Unerschrockenheit gehört auch dazu, grins
Dies dachte sich wohl auch die Pflanze und holte sich den im Felsen ihr zu stehenden Platz für sich.
Und so zeigte sich für uns noch einmal auf dem Rückweg die enorm imposante Felsenwelt
und gab den Weg frei nach einem erfüllten Tag. Ein Besuch des überschaubaren, aber auch am Abend romantischen Ortskernes am Meer rundeten wir mit einem gelungenen kleinen Imbiss ab und erfreuten uns in der ersten Nacht Mosquito frei einer wohligen Nachtruhe.(von Donnerstag auf Freitag).
Wunderbar ausgeruht und euphorisch nach den vollendeten Erlebnistagen beabsichtigten wir am nächsten Tag, also Freitag, einen Besuch der Zrmanja Schlucht und der Altstadt von Zadar.
Darüber berichte ich im kommenden Teil 3, der Anreise .
Lasst euch überraschen, es waren unerwartete Erfahrungen dabei.
euer
wallbergler
Siehe auch:
Herbst 2011,Teil 1,Anreise
Herbst 2011,Teil 3 Zrmanja/Zadar
Herbst 2011,Teil 4,Kastela/Split
Herbst 2011,Teil 5,Peljesac/Korcula
Herbst 2011,Teil 6, Imotski, Vinisce
Herbst 2011,Teil 7,Omis
Herbst 2011,Teil 8,Hvar
Herbst 2011,Teil 9,Wanderung Kozjak
Herbst 2011,Teil 10,Sibenik
Herbst 2011, Teil 11, Brac
Herbst 2011,Teil 12, Zurück zu den Wurzeln
Herbst 2011, Teil 13, Kozjak, Sv. Ivan
Herbst 2011,abschl.Teil 14, Marjan