Liebe Foris,
Wie bereits angedeutet, wollten wir ja mal den „Felsbrocken“ hier erwandern. Also der rechte Buckel auf, besser über, unserer geschilderten Wanderung zur geschlossenen Hütte Putalj.
Los ging es mit der Passfahrt hinauf zum Malačka Pass, mit dem traurigen machenden Mahnmal.
Gleich gegenüber befindet sich ein kleiner Parkplatz, auf dem wir unseren Wagen abstellten.
Hier die mich nicht gerade erleuchtenden Wegweiser,
am Beginn eines Schotterweges , der zu dieser Hütte führte
Dort endete der breite Weg und ging in einen nach und nach teils felsigen Aufstiegsweg über
Nun ist ja bekannt, dass ich im Alter meine in der Jugend nicht schon ganz ausgeprägte Schwindelfreiheit gänzlich verloren hatte. Deshalb ging ich das Projekt auch skeptisch an.
Kann aber im Vorhinein schon sagen, Schwindelfreiheit war nie erforderlich, auch wenn sich der Weg manchmal ein bisschen nah am Abgrund bewegte.
Nach einer kurzen leichten Steigung konnte man schon mal einen Blick auf die eben befahrene
Serpentinen Str. riskieren.
Unmittelbar danach kam schon einer der unerfreulichen, aber hier erforderlichen steinernen Zeitzeugen zum Vorschein, auf den ich nicht näher eingehen möchte
Zwischendurch war der Weg eben und vom Abgrund abgegrenzt mit der bekannten Mischwaldbepflanzung.
Jetzt galt es den ersten Hügel zu erwandern
Und bedingt durch den erforderlichen Blick auf den kantigen, felsigen Boden, sahen wir eine schöne Gottesanbeterin, die vertieft war, eine Beute ab zu schleppen.
Sieht man auch nicht alle Tage.
Ein Blick zur Küste , mit Tele heran gezoomt, nach Kastel Štafilić mit dem geräumigen blauen Haus unserer Gastgeber , rechts im Bild, ein bisschen seitlich vor dem Wohnblock.
Schöner Lageplan.
Weiter vorne sah man die Meeresenge zwischen der Halbinsel Marjan und der Insel Ciovo.
Nach der vorübergehenden Ebene sahen wir bald den Anstieg zur Sv. Ivan Kapelle auf dem Kozjak.
Und einen Frauenschuh ( bei uns in Bayern wachsende geschützte Orchideen Art) lach,
aber unabhängig vom Scherz zeigte sich jetzt der ausgeprägte alpine Weg .
Ein herrliches Gefühl zwischen den dort niedrigen Bepflanzungen mit den ihr eigenen würzigen Gerüchen bei nunmehr schon nur noch 26 ° zu wandern.
Die abwechslungsreichen Bäumchen und Sträucher versuchten auf dem steinigen Weg kurzfristig Schatten zu spenden.
Und zwischendurch wagten sich doch tatsächlich kleine Veilchen ans Licht
Der Bewuchs wurde in dem leicht ansteigenden Gelände niedriger
Und wenn man genau hinsah, war auch bald die Kapelle erreicht, sie lugte schon ein bisschen herab
(links oben das Dach über dem großen Felsen)
Ganz versteckt zwischen Verdorrtem zeigte sich noch ein Blümchen mit hellblauen Kleid
Und nach wenigen Minuten kamen wir zur ersten natürlichen Brotzeitstelle mit Sitzgelegenheit und steinernem Tisch.
Hierzu ist zu sagen, dass sich jährlich zum Festtag des Sv. Ivan (auch zwischendurch mal) ein großer Festzug zur Kapelle zieht, um nach der dortig abgehaltenen Messe, sich auf rundherum im näheren Bereich ausgebauten Sitz und Essensmöglichkeiten für Mitgebrachtes nieder zu lassen.
Kurz vor der Kapelle noch ein herrlicher Rückblick zum Flughafen
Eine kräftige und Farben intensive Stängel Blume
Geschafft
Mit Bestätigung
Während Cilli den weiten Ausblick genoss ( Im Hintergrund ein Bunker und der Sv. Vrj ) und sich ein schattiges Plätzchen suchte,
lichtete ich diese Tafel ab ( etwa zum Gedenken an den Tag der Verfassung der Bruderschaft des Hl. Johannes) Bitte berichtigen , wer es genau übersetzen kann,
und erkundete noch näher den Bunker , vorbei an interessanten Motiven.
Dort angekommen gab es einen schönen, wenn auch leicht diesigen Blick Richtung Kastela Ortsteilen, Split, Mosor Gebirge und dem Sv. Vrj,.
sowie einen besonders nachhaltigen Augenschein im Innern des kleinen Bunkers, gab es mir doch die Zuversicht, dass auch die Natur in durch Kriegen verunstaltete Landschaften immer ihr Recht zurück holt.
Wodurch wieder einmal mehr die Sinnlosigkeit dieser unsinnigen tödlichen Auseinandersetzungen
dokumentiert wird.
Zufrieden eilte ich zur Cilli zurück und wir begannen wieder mit dem Abstieg.
Damit war es ein Genuss, bei künftigen Blicken auf den Kozjak zu wissen, wie sich der Weg gestaltete.
Er ist in 1 ¼ Stunden zu schaffen, mit Fotostopp kamen wir auf nicht herausfordernde 1 ½ Stunden.
Der Abstieg dauerte rd. eine Stunde (zur ergänzenden Information für Nachahmer).
Nun neigte sich ein „mediterraner Aktivurlaub“ seinem bedauerlichen Ende zu. Ein Urlaub bei dem uns auch noch eine lange, heiße Sonnenperiode begleitet hat.
Der in weiten Teilen Europas nunmehr erfolgte Wetterumsturz Anfang Oktober fand auch durch eine Wetteränderung in Dalmatien seinen Fortgang.
Dies hatte ein mächtiges Gewitter zur Folge, wodurch am nächsten Tag zwar eine sehr frische Bura wehte, gleichzeitig aber einmalige Fernsichten hervor ruf.
Das nützten wir an dem darauf folgenden Tag , bei dem auch die Sonne schien, zu einem letztmöglichen Ausflug, diesmal auf den Wanderpark Marjan aus.
Meines Erachtens gab es hier berauschend schöne Bilder , die ihr im nächsten und – ja – letzten Teil sehen könnt.
euer
wallbergler
Siehe auch:
Herbst 2011,Teil 1,Anreise
Herbst 2011,Teil 2,Starigrad-Paklenica
Herbst 2011,Teil 3 Zrmanja/Zadar
Herbst 2011,Teil 4,Kastela/Split
Herbst 2011,Teil 5,Peljesac/Korcula
Herbst 2011,Teil 6, Imotski, Vinisce
Herbst 2011,Teil 7,Omis
Herbst 2011,Teil 8,Hvar
Herbst 2011,Teil 9,Wanderung Kozjak
Herbst 2011,Teil 10,Sibenik
Herbst 2011, Teil 11, Brac
Herbst 2011,Teil 12, Zurück zu den Wurzeln
https://www.schoener-reisen.at/forum/showthre…-zu-den-WurzelnHerbst 2011,abschl.Teil 14, Marjan