ZitatPlanten un Blomen ist eine etwa 47 Hektar große Parkanlage im Herzen von Hamburg. Der Name ist plattdeutsch und bedeutet „Pflanzen und Blumen“. Der Gründer und erste Direktor des Botanischen Gartens in den Hamburger Wallanlagen, Johann Georg Christian Lehmann, pflanzte am 6. November 1821 eine Platane, den ersten Baum des Parks, der bis heute am Eingang Dammtor erhalten geblieben ist.
Im Sommer finden hier öffentliche Theatervorstellungen für Kinder, Wasserlichtkonzerte und Musikdarbietungen statt. Der Eintritt ist frei. Wegen der Parkanlagen und der Spielplätze ist der Park aber auch unabhängig von Veranstaltungen ein beliebtes Ausflugsziel.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Planten_un_Blomen
Inzwischen isses Herbst, auch in Planten un Blomen.
Und bevor die Blätter am Boden liegen, machen wir mit Euch einen bunten Herbstspaziergang durch die ganze Anlage.
Hier geht's rein.
Um den großen in voller Schönheit aufs Bild zu kriegen, musste ich einen Hügel erklimmen.
Und so schaut er von unten aus.
Jetzt geht's zum japanischen Garten.
Der Fontänensee, in dem ich vor wenigen Monaten ein (freiwilliges !!) Bad genommen habe,
ist zu einem Tümpel geschrumpft - der Mensch, der da durchlatscht, hätte im Sommer einen nassen Hintern gekriegt;
um die Fontänenanlage hat man sicherheitshalber einen Zaun gezogen.
Wie diese Herrschaften übers Wasser zu gehen traue ich mich heute nicht :hbl9:
da mir derartige Schwimmfähigkeiten abgehen.
Anmerkung:
Die Anspielungen beziehen sich auf ein unfreiwilliges Bad in Planten un Blomen meinerseits vor wenigen Wochen.
Aber dazu ein anderes Mal.
Ich bevorzuge heute eindeutig den Landweg, auch wenn er etwas steiler ist.
Zur Bundesgartenschau 1963 legte die Direktion, damals gegen den erklärten Willen der Hamburger Bürger,
unterhalb des Tropengewächshauses einen Mittelmeergarten an.
Unweit dieser Anlage findet man die zugemauerten Eingänge zu einem nie vollendeten Luftschutzbunker,
wobei man einige Schupflöcher für die Fledermäuse gelassen hat.
Planten und Blomen ist nicht nur romantisch, sondern man wird - wenn man das nicht kennt - auch unvermutet mit den dunklen Seiten der Hamburger Realität konfrontiert. Denn auf dem Weg Richtung Eislaufanlage und Museum für Hamburgische Geschichte steht rechter Hand das Untersuchungsgefängnis Holstenglacis.
Meine Frau (damals einzige Mitarbeiterin in unserer Hausarztpraxis) und ich waren sogar mal drin - nein jetzt nicht so wie Ihr womöglich denkt https://weitblickforum.de/forum/images/s…/gefaengnis.gif sondern auf Einladung der Knastärztin, die uns die wirklich museumsreife Krankenstation vorgeführt hat. Die Frau war nett, aber Patient möchte ich da nicht sein.
Manchmal stehen Angehörtrige der Gefangenen, meistens Migrantenfrauen, am Zaun
und versuchen durch lautes Rufen, mit ihren Lieben in Kontakt zu treten.
An der Mauer hängen Gedenktafeln für einige Widerstandskämpfer/innen, die während des Hitlerfaschismus
hier mit der Guillotine ermordet wurden - insgesamt fast 500 Menschen.
P.S.
Links über das Leben der hier geehrten Antifaschist/inn/en:
France Bloch-Serazin
Suzanne Masson
Johannes Prassek
Hermann Lange
Eduard Müller
Karl-Friedrich Stellbrink