Türkei – Ein Reisetagebuch
Teil 5 Zwischen Orient und Okzident - Schifffahrt auf dem Bosporus
So, nun endlich gibt es die versprochene Fortsetzung unserer Türkeireise.
Als nächstes stand die Schifffahrt auf dem Bosporus auf dem Programm. Darauf haben wir uns sehr gefreut.
Leider, leider jedoch, machte uns Petrus einen Strich durch die Rechnung – das Wetter schlug um und es war sehr wolkig, dunkel und ein kalter Wind pfiff uns um die Ohren.
Deshalb ist die Ausbeute der Bilder leider sehr gering, bzw. von nicht sehr guter Qualität. Da der Akku meiner Kamera ausstieg, sind manche Bilder mit der Handykamera fotografiert. Bitte seid nicht so streng.
Auch die Erklärungen der Reiseleitung konnte man ob des Windes teilweise schlecht verstehen. Ich muss einige Fotos unkommentiert lassen, weil ich sie nicht mehr richtig zuordnen kann.
Bitte klickt bei Interess für mehr Info die blauen Überschriften oder blau hinterlegten Begriffe an.
Bei der Galata Brücke wartete unser Schiff schon auf uns, außer unserer Reisegruppe waren keine anderen Passagiere an Bord.
Galata Brücke u. Turm
Die meisten Passagiere blieben im Inneren des Schiffes und hielten sich an den Teegläsern fest.
Unerschrocken trotzte ich den Unbilden des Wetters und kämpfe gegen den Wind an um wenigsten ein paar Fotos zu schießen , schließlich wollte ich einen Bericht fürs Forum machen.
Brrr, kalt war’s…..
Galata Brücke u. Turm
Moscheen und Hochhäuser, eine eindrucksvolle Symbiose
DER BOSPORUS (türk. Bogazici)
Der Bosporus heißt auf deutsch "Rinderfurt" und er verdankt seinen Namen der alten Mythologie: lo, die schöne Hera-Priesterin und eine der zahlreichen Geliebten des Zeus wurde vom Göttervater in eine Kuh verwandelt. Um sich vor der Bremse zu schützen, die die eifersüchtige Hera geschickt hatte, stürzte sich diese "Kuh" in den Bosporus und soll die Meeresenge durchquert haben.
Der Bosporus ist durch einen Durchbruch des Schwarzen Meeres zum Marmara Meer entstanden. Er ist 31.7 km lang, hat bei der Festung Rumeli Hisarı eine Breite von 660 m (engste Stelle), bei Büyükdere eine solche von 3.3 km und weiter nördlich sogar 4.7 km (weiteste Stelle). Seine durchschnittliche Tiefe beträgt 70 m und die tiefste Stelle reicht sogar in Arnavutköy bei Akintiburnu bis zu 100 m, dort ist auch die Strömung am stärksten.
Es gibt im Bosporus zwei entgegengesetzte Strömungen in unterschiedlichen Höhen (Eine obere Strömung an der Wasseroberfläche und eine 40 m tief gelegene untere Strömung). Durch die obere Strömung fließt das Wasser des Schwarzen Meeres, welches weniger salzhaltig und daher leichter ist, durch Nord- und Ostwinde mit einer Geschwindigkeit von 3-4 km/St. zum niedrig gelegenen stärker verdunstenden Marmara Meer, während eine tiefere Strömung das dichte und salzige Wasser des Marmara Meeres zum Schwarzen Meer bewegt.
Imposant sind auch die Brücken, die über denBosporus führen.
Schwimmendes Restaurant
Jachten der Schönen und Reichen und ganz schön Reichen
teure Wohngegend
6 Fahrspuren hat die Brücke…
Dolmabahce-Palast (türk. Dolmabahce Sarayi)
Dolmabahce bedeutet "aufgefüllter Garten" und bezieht sich auf einen kleinen Hafen, den der Sultan Ahmet l. aufschütten ließ, um darauf sein Lustpalästchen bauen zu lassen. Nach mehreren Bränden aber ließ der Sultan Abdülmecit l. an der selben Stelle 1843-1856 den heutigen Palast im türkischen Renaissancestil errichten, weil ihm der alte Topkapi-Palast zu altmodisch schien.
Beylerbeyi-Palast (türk. Beylerbeyi Sarayi)
Dieser am asiatischen Bosporusufer gelegene Beylerbeyi (Herzog) - Palast zeigt ungefähr den gleichen Baustil wie der Dolmabahce Palast und wurde während der Zeit von Sultan Abdülaziz durch den Architekten "Balian" im Jahre 1865 errichtet.
Es ist ein langer, rechteckiger, zweigeschössiger Palast mit zwei Marmorpavillions an beiden Enden des Kais, die von gepflegten Gärten umgeben sind. Er hat viel Ähnlichkeit mit den europäischen Lustschlössern des späten 18. Jhs. und besitzt in Ornamenten orientalisch-barocke Formen mit klassischen Motiven.
Hier fand die erste Weltfrauenkonferenz im Jahre 1935, veranstaltet von Kemal Atatürk, statt.
Neue Moschee der Sultansmutter (türk. Yeni Valide Camii)
Diese an der Galatabrücke gelegene Moschee wurde 1597 im Auftrag der Sultanin "Safiye", der Mutter Mehmets lll., durch den Architekten Davut Aga begonnen, jedoch erst 1663 unter der Sultanin "Turhan Hatice", der Mutter Mehmets IV., vollendet.
Rumeli-Festung/Rumeli Hisari
Eine osmanische Festungsanlage auf der europäischen Seite des Bosporus ist die Rumeli Hisari. 1452 wurde sie, unter Mehmed II. , für die Eroberung Konstantinopels errichtet. Mehmed II. war von 1451 bis 1481 Sultan des osmanischen Reiches und mit der Eroberung Konstantinopels, besiegelte er das Ende des byzantinischen Reiches.
Hier noch einige Eindrücke während der Fahrt:
das Hochhaus rechts ist das Hotel Ritz
Auch große Kreuzfahrtschiffe legen an
Durchgefroren gönnte ich mir dann nach einiger Zeit auch eine Auszeit im Bootsinneren bei einem heißen Tee und schaute „nur“ noch aus den Panoramafenstern.
Trotz des nicht so guten Wetters (es hätte ja noch schlimmer sein können war es ein Erlebnis diese Schifffahrt zwischen Orient und Okzident und wir haben sie sehr genossen.
Nach der Rückkehr zur Galata-Brücke sind wir noch auf den arabischen Markt, den Gewürzmarkt gegangen, der unmittelbar an der Brücke ist, auch die Neue Moschee die daneben liegt haben wir noch angeschaut bevor wir dann zum Nachtessen in das Viertel „Kumkapi“ gefahren wurden. Davon aber in einem nächsten Bericht mehr…..
Hier geht’s zu den vorherigen Teilen
Teil 1 Ankunft in Side und Markt in Manavgat
Teil 2 Side, ein Ort mit Vergangenheit