Josef, wenn Du nicht hier schon das eine oder andere von Deiner diesjährigen Rumänienreisen erzählt und Du ,Waldi und auch Lucky hier im Forum nicht schon über Rumänien berichtet hättet, dann hätte ich diese Information im Fernsehen und Radio wahrscheinlich übergangen.
Aber so bin ich aufmerksam geworden:
In Dinkelsbühl finden derzeit (vom 25.-28.2012)
die
Heimattage der Siebenbürger Sachsen
statt
https://www.siebenbuerger.de/
Das Motto:
Erbe erhalten
Zukunft gestalten
Information ( Zitat- Quelle s.o.)
Die Siebenbürger Sachsen sind die deutschsprachige Minderheit aus Siebenbürgen (im heutigen Rumänien). In Siebenbürgen leben heute ca. 16000 Siebenbürger Sachsen. In Deutschland leben heute ca. 250.000 Mitglieder dieser Gemeinschaft, weitere leben in Österreich, den USA und Kanada. Der Verband versteht sich als Anlaufstelle für die kulturellen und sozialen Belange der mittlerweile mehrheitlich in Deutschland lebenden Siebenbürger Sachsen.
Interessant war zu hören, dass geplant wird, diesen traditionell jährlich stattfindenden Heimattag auch einmal in Siebenbürgen zu organisieren.
Der Verein setzt sich auch für den Erhalt der Kulturgüter in Siebenbürgen ein - ein langwieriger Prozess, bei dem allerdings die Zeit nicht zurückgedreht werden kann, sondern:
Zitat:
Diese Herkulesaufgabe erfordert zunächst einen entscheidenden Bewusstseinswandel: Auch dieses siebenbürgische Kulturvermächtnis muss innerlich von unseren Nachfolgern als das Ihrige akzeptiert, als besonders schützenswertes nationales Kulturgut betrachtet werden.
https://www.siebenbuerger.de/zeitung/artike…er-wie-ein.html
Wenn ich lese, was Du über Deine Erfahrungen und über das , was Du gesehen hast , berichtest, so ist das in der Tat eine "Herkulesaufgabe".
Ich denke jedoch, dass auch in Rumänien Verantwortliche die Schwierigkeit genau erkennen
( Zitat aus o.g. Quelle)
Bürgermeister Creţu (von Bistritz „Ich glaube, dass wir in einer schwierigen Zeit leben. Ich glaube, dass wir erst in 30 bis 50 Jahren zu einer wirtschaftlichen und einer ethischen Situation gelangen, in der diese großartigen Kulturgüter der Sachsen nicht dem Verfall preisgegeben werden, wie dies z.B. mit der Kirche in Windau oder Senndorf geschehen ist. Ich glaube, die Gesellschaft wird es in 30 bis 50 Jahren nicht mehr zulassen, dass so etwas geschieht.“ Und hier folgte der entscheidende Satz des realistischen Politikers und weitblickenden rumänischen Pfarrersohnes: „Wir müssen diese Übergangszeit sichern.“
Ich hoffe, dass solche Heimattage nicht nur nostalgische Erinnerungen pflegen, sondern, dass sie auch tatsächlich Impulse für den Erhalt der Kulturgüter im heutigen Rumänien aussenden und helfen, sie zu erhalten.
Gruß,
Elke