Erster Teil
Am letzten Wochenende war ich unterwegs
zwischen Roseninsel und Lechfall.
Meine Freunde aus dem Sissi-Forum und ich trafen uns in Pöcking am Starnberger See um auf den Spuren von Sissi und Ludwig II. zu wandeln.
Freitags am Spätnachmittag war Anreise und es reichte gerade noch für ein Abendessen im Restaurant Undosa in Starnberg.
Da konnten wir auf der Terrasse direkt am See sitzen und es uns schmecken lassen.
Weil ich meinen Fotoapparat im Auto liegen gelassen hatte zeige ich Euch zwei Bilder meines Freundes Ralf.
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Am nächsten Morgen weckten mich die Glocken der benachbarten Kirche schon um 6 Uhr!
Ein Spatz vor meinem Dachfenster war noch etwas verschlafen am Tschilpen.
Das frühe Erwachen war nicht von Nachteil, denn wir hatten schon um 9 Uhr unseren ersten Termin in Schwangau. Also runter zum Frühstück.
Nach einer Aussage der Sekretärin des kürzlich verstorbenen Otto von Habsburg, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels lebte,
soll es Nachweise dazu geben dass Elisabeth auch in diesem Hotel gefrühstückt hat.
Ich betrachtete mir das Hotel mal von außen.
Im Garten fand ich diese herrliche Mohnblüte.
Nach dem Frühstück fuhren wir nach Schwangau.
Das erste Foto vom Parkplatz aus.
Unser erstes Ziel war Schloss Hohenschwangau.
Damit Ihr eine Vorstellung von unserer Gruppe habt zeige ich Euch ein Foto das auf Hohenschwangau ein Passant von uns knipste.
Unsere Damen in ihren Reifröcken erregten einiges Aufsehen.
Sobald sich einer traute zu fotografieren zückten auch die anderen ihre Kamera.
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Sie mussten einiges über sich ergehen lassen.
Einige Bilder von Hohenschwangau aus.
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Im Schloss darf nicht fotografiert werden, aber ein Bild aus dem Fenster ist erlaubt.
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Im rechten Bild sieht man schon unser nächstes Ziel: Schloss Neuschwanstein.
Nicht Christo hat es verhüllt – es wird renoviert!
Wir fuhren mit dem Bus bis zum Endpunkt.
Die letzten Meter mussten wir zu Fuß zurücklegen.
Vorher machten wir noch einen Abstecher zur Marienbrücke, benannt nach Marie Friederike von Preußen, der späteren Gattin von König Maximilian II.
Zitat von WikipediaAlles anzeigen1845 hatte König Maximilian II. von Bayern über die Pöllat einen hölzernen Reitersteg anlegen lassen, der schon wenige Jahre später wieder erneuert werden musste.
Im Jahr 1866 ließ König Ludwig II. diesen Steg von den Gustavsburger Werkstätten der Maschinenbau-Gesellschaft Nürnberg, Cramer-Klett & Co (heute MAN AG),
durch eine filigrane Eisenkonstruktion nach einem Entwurf des Königlichen Oberbaurats Heinrich Gottfried Gerber ersetzen.
Beim Bau der Marienbrücke wurde zum ersten Mal eine zur damaligen Zeit völlig neue Konstruktionsweise erfolgreich erprobt:
In neunzig Metern Höhe über dem Pöllatfall wurden die Träger durch Vorbauen der einzelnen Trägerfache von den auf beiden Seiten im Felsen befestigten Verankerungen aus aufgestellt,
ohne weitere stützende Rüstung.
Im Jahr 1984 wurde die Brücke restauriert, wobei die Träger erneuert werden mussten. Die Geländer sind bis heute im Original erhalten.
Es herrschte am Pfingstsamstag ein Riesenandrang.
Wir trauten uns trotzdem auf die Brücke und bedauerten es nicht.
Ein Blick in die Pöllatschlucht…
… und bergwärts.
Neuschwanstein zeigte uns seine unverhüllte Seite.
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Ich ging etwas ins Detail.
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Wenn man bedenkt, dass dieses Gebäude im Kern aus Ziegelsteinen besteht und dann verkleidet wurde!
Leider konnte ich keine Info über die Anzahl der verbauten Steine finden.
Hier ist eine unverkleidete Innenwand sichtbar.
Während der Führung durften wieder keine Fotos gemacht werden.
Deshalb kann ich Euch vom Thronsaal, dem ersten Telefon in Bayern und dem fließenden Wasser auf Neuschwanstein nur erzählen.
So verrückt kann Ludwig II. gar nicht gewesen sein.
Diese Neuheiten und genialen technischen Lösungen zeugen eigentlich von einem wachen Verstand, oder?
Das hatte ich bei meinem Besuch in Linderhof schon festgestellt.
Dort hatte er ja das erste bayrische Elektrizitätswerk für seine Grotte gebaut.
Die Einführung der Sozialversicherung in Deutschland geschah zwar durch Bismarck, doch Ludwig war ihm 14 Jahre voraus!
Für die Arbeiter an seinem Schlossbau gründete er schon 1867 einen "Krankenunterstützungsverein"!
Vor dem Schloss und aus den Fenstern war das Fotografieren wieder möglich.
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Die Pöllatschlucht mit der Marienbrücke von Neuschwanstein aus.
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Unser nächster Anlaufpunkt war das =224&tx_ttnews[tt_news]=1375"]Museum der bayrischen Könige.
Hier erfuhren wir viel Neues über die Wittelsbacher und deren Familien.
Auch hier war das Fotografieren nicht erlaubt.
Deshalb machte ich einige Bilder vom angrenzenden Café, den Bergen und dem Alpsee.
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Zum Abschluss des Tages führte uns unser Organisator an den Lechfall.
Etwas abseits des großen Touristenrummels konnten wir uns etwas erholen.
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Die Legende erzählt, dass sich hier der Hl. Magnus auf der Flucht vor seinen heidnischen Feinden, durch einen Riesensatz über die Schlucht gerettet haben soll.
Der „Fußabdruck“ liegt etwas versteckt und erfordert etwas Talent zum Klettern.
Das ersparten wir uns aber.
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Über dem Max-Steg den wir oben gesehen haben…
… steht in einer Felsnische eine Büste von König MaximilianII.
Nach der Rückfahrt nach dem Abendessen in Füssen waren wir froh über ein weiches Bett!
Es war ein mit Informationen und Eindrücken prall gefüllter, aber herrlicher unvergesslicher Tag.
waldi