Wann hat man schon mal Gelegenheit, so viele verschiedene alte Autos an einer Stelle bei sonnigem Wetter zu sehen und auch zu fotografieren? Den letzten Sonntag habe ich genutzt, um noch weitere PKW aus verschiedenen Ländern abzulichten.
Den Opel Kadett dürften noch viele von uns kennen. Von ihm gab es mehrere Versionen. Das Auto ist der Vorgänger des Astra.
Den Kadett gab es als Viertürer und als Coupé.
Links daneben steht der Ford Capri. Auch dieses Auto war ein Traumwagen unter den bezahlbaren Sportwagen. Ich kann mich erinnern, dass ein Bekannter einen mit Sechszylinder Motor hatte. Wegen des Autos wurde er von uns neidisch beäugt.
Nun kommen wir zu meinem ersten Auto. Das war ein etwa acht Jahre alter NSU 1200 C. Das Auto hatte einen Vierzylinder Motor mit 55 PS und hat 850 DM gekostet. Viel mehr war es auch nicht wert. Mit der Zeit ging so manches kaputt. Allerdings hatte ich das Auto knappe zwei Jahre. Danach hat es mir der TÜV weggenommen. Es war nicht nur marode, sondern komplett durchgerostet.
Der Motor befindet sich hinten. Unter der Haube vorne ist ein relativ großer Kofferraum. Das Auto hatte damals schon Liegesitze was wiederum ein Vorteil gegenüber den gleichaltrigen Freunden war, die „nur“ einen VW Käfer besaßen. Dabei gäbe es noch manche Anekdote aus meiner Jugendzeit zu erzählen. Auf die verzichte ich an dieser Stelle besser.
Ein bekannter Spruch war damals „ NSU verreckt im Nu“.
Fuhr man mit diesem Pkw die Höchstgeschwindigkeit von etwa 150 Km/h über einen längeren Zeitraum oder hochtourig auf einen Berg kam es vor, dass der luftgekühlte Motor heiß wurde. Profis stellten die Haube hinten mithilfe von Gummihalterungen etwas ab. So ergab sich eine weitere Kühlmöglichkeit. Und doch erwies sich der Motor des NSU 1200 C als nicht sonderlich haltbar.
Meine Eltern besaßen 1979 einen BMW 2002. Das Auto hatte eine 2 l Maschine mit 100 PS. Einmal im Monat bekam ich diesen PKW für eine Spritztour am Sonntagnachmittag. Natürlich nutzte ich diese Zeit, um Freunde und Freundinnen zu besuchen. So ergab es sich, dass wir zu fünft in diesem lindgrünen Auto, was für eine hässliche Farbe, auf einer abschüssigen Allgäuer Landstraße einen Unfall hatten. Angeschnallt waren vier Insassen bis auf denjenigen in der Mitte auf der Rückbank. Für den gab es keine Gurte. Der Pkw überschlug sich und kam wieder auf den Rädern in einer Wiese zum stehen. Glücklicherweise wurde keiner von uns verletzt.
Für mich hatte dieser Unfall folgende Konsequenzen: die nächsten zwei Jahre war ich der jenige, der zu Hause freiwillig den Rasen mähen durfte und auch sonstige anfallenden Arbeiten mehr oder weniger freiwillig ausführte. Dazu gab mir mein Vater den Großteil der 850 € für den Kauf des NSU 1200 C. Den Nachfolger des Familien-Pkw, dabei handelte es sich um einen BMW 318i, erhielt ich nur noch sehr selten für Ausfahrten.
Und noch etwas gibt es zu diesem Unfall nachzutragen. Im PKW saß eine Freundin von mir die später einen der Insassen ehelichte. Die beiden sind heute noch zusammen.
Der hier ausgestellte gelbe BMW 2002 ist anscheinend leistungsgesteigert.
Seit Jahrzehnten steht Mercedes Benz in direkter Konkurrenz zu BMW. Hier haben wir ein sehr gut erhaltenes Modell des Herstellers aus Untertürkheim.
Da glänzt selbst der verchromte Ventildeckel im Motorraum.
Und noch einen alten Mercedes gab es zu sehen.
Dieses Auto hat Weißwand-Reifen.
Auch in Nordirland wurden kurzzeitig Pkw gebaut. Eigens hat man mit staatlicher Unterstützung die Firma De Lorean gegründet um einen Sportwagen zu bauen. Benannt ist das Auto nach dem Automanager John De Lorean.

Das Auto konnte sich mit seiner Edelstahlkarosse jedoch nicht am Markt durchsetzen. Folglich ging die Firma ziemlich schnell in Konkurs. Kultstatus erhielt dieses Auto durch den Film Zurück in die Zukunft.
Zurück zu den amerikanischen Automobilkonzernen. Das ist ein Chevrolet Impala Convertible.
Das Auto wurde offenbar mit viel Liebe und komplett restauriert.
Der Begriff Convertible deutet im deutschen Cabriolet.
Auch das Heck ist sehr beeindruckend.
In etwa die selbe Größe hat dieses daneben stehende amerikanische Cabriolet.
Dabei handelt es sich um einen Pontiac Bonneville.
Das Heck des Fahrzeugs ist für europäischen Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig.
Im nächsten Teil dieses Berichts zeige ich euch weitere ungewöhnliche und alte PKW.
Grüße
Jürgen