Am vergangenen Sonntag wollten meine Angelika und ich eigentlich eine Radtour in den Raum Bad Wörishofen machen. Nachdem uns aber beim Frühstück auf der Terrasse der Schirm weggeweht wurde, dachten wir, so eine Radtour an einem windigen Tag ist vielleicht doch nicht ganz das richtige.
Kurz entschlossen haben wir unsere Tochter und deren Freund davon „überzeugt“, gemeinsam in die Berge zu fahren und eine kleine Wanderung zu unternehmen.
Als gelegentlicher Motorradfahrer kenne ich natürlich das Hahntennjoch.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hahntennjoch
Für uns sollte die Passhöhe auf 1894 m Höhe der Ausgangspunkt einer Wanderung zur Anhalter Hütte sein. Das Hahntennjoch ist eine Passstrasse in Tirol, die das Lechtal mit dem oberen Inntal verbindet und erst im Jahr 1969 eröffnet wurde. Von dort aus kann man tolle Wanderungen in einer wenig erschlossen Bergregion unternehmen.
Der Verlauf der Paßstraße in Richtung oberes Inntal.
Die Anhalter Hütte
https://www.anhalterhuette.at/
in den Lechtaler Alpen gehört zu den wenigen bewirtschafteten Hütten in diesem Teil der Lechtaler Alpen. Die Hütte ist nur zu Fuß erreichbar, was meiner Vorliebe für relative Einsamkeit in den Bergen entgegenkommt. Das bedeutet auch, dass das gastronomische Angebot aufgrund der zu-Fuß-Versorgung oder des Transports per Hubschrauber recht eingeschränkt ist. Doch nun genug der Worte. Ich will euch einfach ein paar Bilder eines herrlichen Wandertages zeigen.
Gedenkkreuz am Wegrand.
Das Jöchl auf halbem Weg ist auch der höchste Punkt unserer Tour mit ca. 2250 Meter Meereshöhe. Danach geht es wieder bergab bis zur Hütte.
Anfang Juli blühten hier neben Alpenrosen noch immer Schlüsselblumen, woran man das herbe Klima erkennen kann. In einigen schattigen Ecken lag vereinzelt Schnee.
Im Vordergrund die gerade blühenden Alpenrosen. Im Hintergrund kann man die Allgäuer Alpen erkennen.
Unser Tagesziel: die Anhalter Hütte auf 2040 Meter Meereshöhe
Blick nach Norden in Richtung Namloser Berge.
Für die Profis bieten sich hier herrliche Möglichkeiten zu klettern.
Quer durch Wiesen mit Bergblumen führt der Pfad wieder zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.
Ich hoffe, euch ein paar schöne Bilder meiner Heimat, zu der ich auch das benachbarte Österreich zähle, gezeigt zu haben. Vielleicht ist der Bericht eine Anregung für den einen oder anderen, auch diese Tour einmal zu begehen.
Jürgen