Seit letztem Jahr ist der Limes UNESCO-Welterbe und mit dem ehemaligen größten Reiterkastell nördlich der Alpen ist Aalen zentraler Standort entlang des Limes geworden. Aus diesem Grunde kommen wir nicht nach Aalen, obwohl mich Welterbestätten besonders interessieren.
Wegen unserer Aktivitäten in dem Forum istrien.info, haben wir zugunsten einer Spendenaktion noch bestellte Aufkleber ausliefern müssen und somit führte uns unvorbereitet der Weg nach Aalen im Ostalbkreis.
Mit unseren sachkundigen Gastgebern unternehmen wir am Nachmittag eine kurze Stippvisite der Innenstadt, die sich uns blühend präsentiert. In der Nähe des Bahnhofes parken wir unser Auto in der Kanalstraße und gehen am zentralen Omnibus-Bahnhof vorbei ins Zentrum.
Alle zwei Jahre lautet das Motto: Aalens City blüht! Was liegt da näher als im Jahr 2006 das Thema der WM in Deutschland zum Motiv zu machen. Somit entstand der Gedanke die sieben bisherigen Weltmeisterländer floristisch darzustellen. Diese seit 16. Juni blühende Aktion läuft noch bis zum 27. August.
Die 7 Motive zu Aalen – City blüht weltmeisterlich
findet man an diesen Stellen
Argentinien > Reichsstädter Straße
Brasilien > Storchenplatz
Deutschland > Spritzenhausplatz
England > Bein- und Mittelbachstraße
Frankreich > Marktbrunnen
Italien > Stadtkirche
Uruguay > Bahnhofsvorplatz
Wir betreten die Innenstadt von der Bahnhofsstraße kommend und werden gleich in der Beinstraße von der blühende City in Erstaunen versetzt.
In der hinteren Bildmitte erkennt man den Regenbaum und etwas weiter stehen wir staunend vor der ersten blühenden Attraktion eines Mini-Cooper
Einige Meter weiter links erreichen wir den Spritzenhausplatz auf dem aufgespielt und getanzt wird.
Programm: Ab 14 Uhr spielt das Manfred Schiegl Quartett - zirka 16 Uhr Show-Einlage der Tanzschule Brigitte Rühl
Hinter der Tanzfläche mit Cafehausmusik entdecken wir dann als deutsches Motiv einen Fußballplatz
bevor wir den blühenden Motivplatz Argentinien passieren und etwas weiter das Schubarthaus ablichten.
In diesem Bürgerhaus verbrachte der Journalist, Dichter und Musiker Christian Friedrich Daniel Schubart (1739- 1791) seine Kindheit und Jugendzeit
Weiter des Weges kommen wir an der Evangelischen Stadtkirche St. Nikolaus vorbei, die erstmals 1340 erwähnt wurde,
und erblicken kurze Zeit später das gläserne neue Aalener Tor.
Nun orientieren wir uns westwärts und werfen einen Blick auf den Reichsstädter Brunnen von Fritz Nuss vor dem neuen Rathaus.
Der Brunnen zeigt Motive aus der Aalener Stadtgeschichte der freien Reichsstadt (1360-1803)
Nun gehen wir nordwärts und gleich am südlichen Anfang des Weges beginnt die Straße Marktplatz mit den Wappen Ihrer Partnerstädte
Saint Lô (1978) in Frankreich; Christchurch (1981) in England; Tatabánya (1987) in Ungarn und Antakya (1995) in der Türkei
Nun richten wir unseren Blick über den Markplatz zum Zentrum mit dem Turm des Historischen Rathaus.
Dort nehmen wir neben dem Marktbrunnen eine Auszeit zum Eisessen.
Die Figur auf dem Brunnen stellt den Kaiser Joseph I. dar.
In einer gusseisernen Brunnenplatte sind die eingemeindeten Wappen der Ortsteile und das Aalener Stadtwappen dargestellt.
Während wir dort noch etwas sitzen bleiben, fotografiere ich den blühenden Triumpfbogen und das Napoleonfenster
Im ehemaligen Hotel Krone-Post die bis 1851 als Thurn- und Taxis-Poststation diente, erinnert das Napoleonfenster an den beherbergten Feldherrn im Jahre 1805.
sowie eine Ente „2CV“
Auch der Aalener Spion „D´r Spio von Oala - lugaus nach rechts und links“ im Rathausturm entgeht uns nicht.
Die Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg besagt:
Der in Schwäbisch-Gmünd befindliche Feind könnte ein Gefahr für die Aalener werden. So sandte man einen pfiffigen Bürger aus die Größe des Heeres zu erkunden.
Der Spion stellte sich mit den Worten vor "Grüß Gott, Ihr Herren, ich bin der Spion von Aalen........."
Von der Wache und dem Feldherrn wurde er ausgelacht. Man zeigte ihm alles und schickte ihn reich beschenkt mit folgendem Spruch zurück.
„Eine Stadt, wo solch´ kluge Bürger wohnen, Die wolle er als anständiger Feind verschonen.“
Vom Markt aus richten wir noch einen Blick in die Radgasse mit seiner schönen Häuserkulisse.
Weiter des Weges passieren wir in der Mittelbachstraße unser Foto zum Rätsel D_0258
Mehr dazu im Rätsellink: https://www.schoener-reisen.at/phpBB2/viewtopic.php?t=1535
und ein zu empfehlendes Lokal Dionysos.
Gegenüber steht dann wohl älteste Haus der Stadt das Haus Aißlinger (Kornhaus)
mit dem Storchentor.
Wir verlassen das Aalener Stadtzentrum und gehen nordwärts zum Stadtpark.
bevor wir wieder zum abgestellten Auto zurückkehren, gehe ich noch kurz ins Wasser der Kocher um dieses Bild festzuhalten.
Wir danken unseren Gastgebern für die in allen Belangen schönen Stunden im Ostallgäu.