Das mit dem Einbahnstraßenverkehr ist nicht auf Dauer, die Überholung der aktuell gesperrten Ost- und danach der Weströhre wird aber noch eine geraume Zeit in Anspruch nehmen.
Irgendwo im Bereich des Tunnels (oder in der z.Zt. nicht zugänglichen Oströhre) gibt's eine Infotafel über den einzigen Wassereinbruch in den Tunnel während der Bauphase. Auf meinem heutigen Tunnelrundgang hab ich sie leider nicht gefunden und muss mich jetzt mit dem Internet behelfen.
Um einen Wassereinbruch zu vermeiden, wurde die unterirdische Baustelle unter 2.6 atü Überdruck gesetzt. Die Arbeiter mussten aich an diese unterschiedlichen Druckverhältnisse allmählich anpassen - die Zeit, die sie dafür brauchten, musste erst herausgefunden werden. So erkrankten über 700 der insgesamt 4400 eingesetzten Arbeiter an der Taucherkrankheit, drei starben daran. Und am 24. Juni 1909 kam es trotzdem zu einem größeren Luftaustritt in die Elbe und danach zu einem Wassereinbruch in die Baustelle. Da die Kompressoren weiterarbeiteten, lief der Tunnel nicht komplett voll; das Wasser stand 120 - 150 cm hoch, Menschen kamen nicht zu Schaden.
https://www.geschichtsspuren.de/artikel/verkeh…-elbtunnel.html
https://holzmann.fh-potsdam.de/wp-content/upl…erElbtunnel.pdf (Seite 14-16)