Bei den Fahrten durch Rumänien wird man immer wieder von unvorhergesehen
Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen überrascht. Darum haben wir uns abgewöhnt
irgendwelche Vorplanungen zu machen, wenn wir nicht direkt am Anfang vorhaben einen
gewissen Ort zu erreichen. Immer wieder wird man von unvorhergesehenen Schönheiten
überrascht.
Von solch einer Begebenheit wie wir sie immer wieder erlebten möchte ich Berichten.
Wir fuhren im Kreis Alba (historische Region Siebenbürgen) nach dem wir das herrliche
Nonnenkloster Dumbrava besucht hatten auf der Europastraße 81 Richtung Süden.
Auf einmal sahen wir eine unscheinbare Hinweistafel die auf eine alte Kirche hinwies.
Diese Kirche aus dem 15. Jahrhundert erweckte unser Interesse.
Hier befindet sich der Ort Cicău.
Also weg von der Straße und einer schmalen Erdstraße entlang. Zuerst kamen wir noch in das kleine Dorf
Mirăslău. Von dort gab es nur mehr hügeliges Gebiet ohne an einem Haus vorbeizukommen.
Eine kleine Abwechslung gab es als uns ein Hirte mit seinen Hunden zuwinkte. Ich blieb stehen
und wollte zum Hirten gehen, aber die Menge Hunde die mich neugierig beobachteten liesen
mich doch etwas vorsichtig sein.
Erst später sahen wir welch große Herde von Schafen die zu betreuen hatten.
Die Schafe waren über eine weite Fläche verstreut und es waren sicher etliche hundert Schafe.
So fuhren wir die Sandstraße weiter entlang und auf einmal sahen wir auf einem Hügel einen
Kirchturm.
Auch eine Ortstafel ohne Häuser war vorhanden.
Jetzt einen Weg für die Zufahrt zur Kirche suchen. Aber das war ergebnislos.
So blieben wir bei einer Viehtränke stehen und sahen eine kleine Brücke und einen Steig der Richtung.
Kirche führte.
Erna testete noch einmal die Brücke ob sie es wagen sollte sie zu überqueren. (lache)
Der Aufstieg über den schmalen Steig war eine schöne Abwechslung und auf einmal sahen wir
schon einen Zaun wie wir noch keinen gesehen hatten. Als wir zum Tor kamen sahen wir eine
herrliche alte Kirche.
Die Holzkirche „Sf. Arhangheli „, im 15. Jahrhundert errichtet und im 18. Jahrhundert umgebaut
gehört zum kleinen Dorf Cicău (ungarisch. Csákó).
Zu unserer Überraschung war die Kirche offen und es wurden gerade Vorbereitungen
getroffen eine Messe zu feiern.
Als wir die Kirche betraten war ich sprachlos.
Die gesamte Kirche war schwarz von dem Kerzenlicht welches über Jahrhunderte als
Beleuchtung diente. In der Kirche waren außer dem Priester noch ca. 10 Personen anwesend.
Ich fragte noch schnell ob ich ein paar Fotos machen dürfte.
Anschließend begann schon die heilige Messe. Wir waren so beeindruckt von dieser kleinen Kirche und den Menschen, das
wir der gesamten Messe beiwohnten. Tief gerührt verließen wir anschließend die Kirche.
Was uns dann am Rückweg zum Auto beschäftigte war die Frage da wir nur insgesamt 2 Häuser
gesehen hatten, wie waren diese Menschen und der Priester zur Kirche gekommen, da wir auch kein
Fahrzeug sahen. Auch keine Ochsen oder Pferdefuhrwerke. Wahrscheinlich war der Priester
zu Fuß vom Dorf Mirăslău gekommen, welches ca. 5 Kilometer entfernt ist.
Der Friedhof befand sich weiter von der Kirche entfernt.
Überall waren die Hänge abgesessen wie wir leider feststellen mussten.