Câlnic (deutsch Kelling, ungarisch Kelnek) ist eine Gemeinde im Kreis Alba in Siebenbürgen.
Ca. 30 km von der Kreishauptstadt Alba Iulia entfernt.
Der Ort war ursprünglich von Siebenbürger Sachsen bewohnt. Ein Dokument von 1269 bestätigt
die Erhebung mit Namensnennung in den Adelstand des Grafen Chyl de Kelling.
Bald darauf wurde mit dem Burgbau begonnen. In der ersten Bauphase ca. 1270-1300 wurde
mit dem Wohnturm aus massiven Steinbau begonnen. 9x14 Meter mit gewölbtem Keller
und 2 Stockwerke. Der Zugang zum Turm (höhe 27 Meter) erfolgte über das erste Geschoß mit einer Leiter.
Ein nahezu Kreisförmiger Bering ca. 4 Meter hoch, mit auf Holzkonsolen ruhenden Wehrgängen
wurde errichtet.
Um 1430 verlässt die Adelsfamilie Kelling den Ort und verkauft die Burg der Gemeinde.
Zwischen 1450 und 1600 findet die zweite Bauphase statt welche der gesamten Anlage
das typische Aussehen einer sächsischen Bauernburg (Kirchenburg) verleiht.
Um diese Zeit werden auch Vorratskammern entlang der Ringmauern die von den Dorfbewohnern
bei Gefahr als Wohnung und Vorratskammern verwendet wurden.
(Text aus einem Anschlag an der Mauer der Kirchenburg)
1993 wurde die mittelalterliche Architekturanlage von Kelling in die UNESCO-Liste des
Kulturerbes aufgenommen.
Das Innere der Kirche.
Der Turm ist 27 Meter hoch. Der Aufstieg führt über steile Holzstiegen, Von oben hat man eine
herrliche Aussicht auf das Dorf und seine Umgebung.
Große schwere Glocken befinden sich im Turm.
Hier der Ausblick vom Turm mit seiner gewaltigen Verteidigungsanlage.
Der Weinkeller mit seinen rissigen alten Weinfässern.
Auch ein großes Museum, welches wirklich sehenswert ist, befindet sich in der Anlage.