Heute möchte ich euch auf eine kleine Wanderung in die Euganeischen Hügel mitnehmen. Diese Hügel, von den Italienern liebevoll einfach „colli“ genannt, befinden sich südöstlich von Padua am Rande der Poebene.
Ich bin von Castelnuovo aus, das liegt relativ weit oben zwischen Torreglia und Teolo, einen relativ gut ausgeschilderten Weg bis zu einer Ruine gegangen. Weit oben ist ein dehnbarer Begriff, weil diese Hügel maximal 600 Meter hoch sind. Allerdings liegt die Poebene darunter fast auf Meereshöhe. Den Namen dieser Ruine konnte ich leider nicht herausfinden. Da die Landschaft Anfang März doch anders aussieht als im Sommer, wo die Sicht durch belaubtes Buschwerk eingeschränkt ist, hat man um diese Jahreszeit noch schöne Ausblicke ins Tal.
Los ging es direkt am Parkplatz an der Kirche von Castelnuovo.
Man bewegt sich auf einem Grat oder direkt darunter immer auf und ab.
Hier sehen wir den Ausgangspunkt unserer Tour.
Im Osten liegen im Dunst die Kurorte Abano und Montegrotto.
Da geht’s nach unten
Blick nach Süden
Die tief stehende Sonne wirft gegen 17.00 Uhr schon lange Schatten.
Noch ein Blick zurück zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour.
Da will ich hin – das muß ich sehen!
Zuvor hat mir allerdings jemand Steine in den Weg gelegt…
Der lichte Wald lenkt den Blick auf Frühjahrsblüher wie diese Veilchen.
Nicht nur ich genieße die Frühjahrssonne
Ein Gipfelkreuz auf einem Stein – also kraxeln wir da auch noch rauf.
Gipfelbuch gibt es zwar keins, dafür eine leere Gipfeldose.
Jetzt sind die Botaniker gefragt!
Der ganze Waldboden voller Veilchen – ist das nicht schön!
Nach einer dreiviertel Stunde habe ich das alte Gemäuer erreicht.
Es scheint mal eine Burg gewesen zu sein. Vermutlich von den Venezianern oder irgendeiner verbündeten Adelsfamilie.
Dieses Ding ist neueren Datums wie unschwer erkennbar ist. Auf der Rückseite steht auf einer Bronzeplatte der Zweck dieses Monuments. Danilo Caonero ist hier im Jahr 1913 zu Tode gekommen. Die Angehörigen haben wohl ihm zu Ehren diesen Gedenkstein errichtet.
Nach einer Weile machte ich mich auf dem selben Weg wie ich gekommen war zurück zum Auto. Die kleine Wanderung dauerte insgesamt gerade mal eineinhalb Stunden, wobei sie nicht ganz einfach war, weil es immer auf und ab auf teils unwegsamen Pfaden ging. Ich meine, daß die Bilder einen schönen Eindruck dieser Landschaft im Frühjahr vermitteln. Im Sommer geht man durch einen dichten Wald und ist so zwar vor der Hitze geschützt, hat dafür bei weitem nicht diese schönen Ausblicke, wie ich sie im März vorfand.
Jürgen