Am 26.Jan. 15 hat uns unser Jürgen mit einer Wanderung auf das Kranzhorn erfreut.
Damals hat es mich elektrisiert, ich schrieb unter #4 :
„Das Kranzhorn steht schon lange auf meiner Liste, es mit dem Radl, ja mit dem Radl, zu erkunden“
Gestern war der perfekte Zeitpunkt, frühestmöglich mein Versprechen einzulösen.
Ein sonnenüberfluteter Tag ohne Wolken, die Aussicht, dass man nicht auf dem Weg zum Kranzhorn zertrampelt wird, da das Kranzhorn im Wesentlichen Südlage hat, die Hoffnung, des es schneefrei zum Gipfel geht; herrliche Voraussetzungen, nur war es eben noch etwas frisch.
Also das Radl auf den Fahrradträger, nach Erl gefahren, beim Friedhof einen schönen Parkplatz gefunden, also direkt im Ortskern.
Nachdem es vor Ort noch recht ruhig schien, nur der Milchtransport war unterwegs, leistete ich mir erst mal im neben anliegenden Cafe ein kleines Frühstück.
Unmittelbar neben dem Cafe blühte schon der Birnbaum.
Überhaupt war ich dermaßen überrascht, welches Blütenmeer mich bei der Hinfahrt im Inntal zwischen Kufstein und Rosenheim schon erwartete.
Dazu später mehr.
Vor dem Cafe nahm ich staunend ein Storchennest wahr, ( das ebenso wie das gezeigte Windrad vor dem Birnbaum von einem nebenan gelegenen Kunstschmied gestaltet wurde).
Direkt vor der Friedhofsmauer lag noch ein Drachen.
Noch nicht vom Frühstück ganz fertig, kam schon der erste Mountainbike Fahrer um die Ecke und bog auf die
wegweisende Straße zum Erleberg ein.
Was wiederum mein Vorhaben ins Gedächtnis brachte, trotz der kühlen 9 °, hinauf zu radeln.
Und dieser Blick hinauf zum Kranzhorn ließ mich innerlich fragen, wie steil wurde es?
Nun ich kann es vorweg nehmen:
Anhand der Karte hatte ich eine durchschnittliche Steigung von 12,5 % ausgerechnet, die Praxis war , nachdem ich den Mountainbike Fahrer weit oben beim Herabfahren darauf angesprochen hatte, nur 9% Durchschnitt. Aber 2 Passagen, waren 15 % und die letzte vor der Kranzberghütte 20%.
Auch hierzu später noch ein paar Ausführungen.
Die Jugend halt, er hatte ein Display am Armband und eins am Rad. Konnte sofort Steigungen und Höhenmeter abrufen. Nun ja, ich bevorzuge die Fotografie.
Also frisch ans Werk und fast noch eben die Anfahrt, mit Blick auf die beiden Passionsspielhäuser von Erl. ( im Hintergrund der Wilde Kaiser) Zusätzlich auch ein Teil der geradezu explodierenden Flora am Frühlingsanfang: schon beginnende Löwenzahnteppiche.
Da ja Jürgen schon viele schöne Motive gezeigt hat, habe ich mich auf andere Bilder konzentriert.
Wie z.B. diesen blühenden Almenboden
Auf dieser Höhe konnte man nun auch schon, Dank des Tele, die Bergriesen im Hintergrund erkennen
Hier der Gabler und die Reichenspitze im Zillertal, sowie der rechte Ausläufer des Wilden Kaisers
Die Wiesen wurden kahler, und ein Hauch von Waldsterben liegt wohl in diesem Bild
Und dann war es soweit, dazu erst mal die Aussage von Jürgen aus Wanderersicht:
Was den Weg auf die Kranzhornalm angeht, ist die Straße gut geschottert und der Schotter festgefahren.
So gesehen , hat er Recht, aaaaaber für den Radler ergeben sich halt andere Sichtweisen
Die erste steile Anfahrt auf ca. 900 m mit 15 % Steigung bestand aus dieser Unterfläche
Das war nicht ungefährlich, die Straße war in der Mitte leicht gebogen, und das neue Rad
war etwas leichter wie der Flyer, damit das Handling nicht so spurfest.
Dafür aber war die Gangschaltung für diese Steigungen verbessert ausgelegt.
Nach einer leichten Erholungsphase kam dann der letzte Anstieg mit so 800 m Länge und eben den 20% mit vom Winter gelockerten Schotter.
Das Ziel war nah , Schnee noch vorhanden
Gab aber schon im Rückblick auf das brettebene Inntal Richtung Brannenburg hinaus , erste Ansichten preis
Ein höchst tröstlicher Begrüßungsspruch ließ das Herzchen hochschlagen
Da sich noch eine größere Gruppe von Bergwanderen auf der Terrasse befand, nahm ich gleich mal die Gelegenheit wahr, und genoss die unvergleichlich schönen Ausblicke, die sich auf dieser wenig spektakulären Hochebene plötzlich ergaben.
Rückblick auf die Wanderer, genau diese Passage, die das mutmaßliche Pärchen gerade betritt, wurde mir später zum Verhängnis.
Beim zurück Gehen rutschte ich genau zwischen den beiden Schneeresten aus und in einer dem eingesprungen Axel ähnlichen Kunstfigur , leider mit anderen Haltungsnoten, flog ich der Länge nach auf dem Rücken und dem Hosenboden an die Stelle, die von dem Herren begangen wird.
Heißa, da hatte die Waschmaschine noch am gleichen Abend Stress, ja mei Kampfspuren halt.
Zuerst aber hatte meine Seele üppigste Nahrung bekommen.
Ich hoffe doch, ich kann die genussvolle Fotosession so plakativ, wie ich sie empfunden habe, herüber bringen.
Dies dann in Teil 2 wegen der oft langsamen Verbindung, aber freut euch darauf
lieben Gruß
Helmut
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