Seitdem wir hier in Spanien leben (seit 2012), wird viel gereist, um immer besser dieses Land kennenzulernen. Es gibt hier viele Clubs, die Ruheständler aus allen möglichen Ländern gegründet haben.
Wir sind Mitglieder in einem internationalen Club, der sehr viele interessante Tagesfahrten ins Landesinnere anbietet und auch ab und an Mehrtagesfahrten. Unsere Club-Vorsitzende ist eine Spanierin, die jedoch in Melilla geboren ist.
Sie hatte im April 2013 eine Mehrtagesreise für uns organisiert und so verbrachten wir einige Tage in Melilla. Bis dahin war es für uns natürlich eine total fremde Stadt, die in den Medien ab und an auf Grund der Flüchtlinge erwähnt wird. Aber diese Flüchtlingsproblematik soll jetzt nicht mein Thema sein, sondern ich möchte Euch gerne diese Stadt vorstellen, die durchaus sehenswert.
Noch einige Infos zu Melilla:
Die Stadt hat ca. 84.000 Einwohner und ist seit 1497 eine spanische Stadt. Auch nachdem Marokko 1956 unabhängig wurde, ist Melilla spanisch geblieben.
Mit dem Bus fuhren wir durch das schöne Andalusien bis nach Motril. Von dort ging es mit der Fähre – Fahrzeit ca. 5 Stunden – nach Melilla. Es war ruhige See und folglich eine angenehme Schiffsfahrt. An dem Anreisetag hatten wir blauen Himmel, in Melilla selbst war es dann leider überwiegend bewölkt.
Wir hatten Glück mit unserem Hotelzimmer – eine sehr schöne Aussicht!
Ich zeige Euch zunächst Bilder vom Stadtzentrum mit vielen wunderschönen Jugendstil-Gebäuden (spanischer Modernismo), die zumeist im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts erbaut wurden.
Hier ist die Plaza de España. Es ist quasi ein großer Kreisverkehr, in der Mitte hübsch bepflanzt sowie mit Springbrunnen versehen und außen um den Kreisverkehr herum sind u.a. diese Gebäude angeordnet:
Rathaus
Casino Militar
Banco de España (Spanische Bank)
Dies ist der Archtitekt Enrique Nieto (*1883 - 1954), der in Melilla viele Häuser gebaut hat.
Zeitweise hatte er mit Gaudí, dem berühmtesten Archtitekten Barcelonas, zusammengearbeitet.
Nun weitere Häuser in diesem interessanten Baustil:
Teatro Kursaal (Theater und Kulturhaus)
Universität
Stierkampfarena
Es wurde auch viel restauriert. Das lohnt sich bei diesen prächtigen Gebäuden auf jeden Fall.
Wie überall in Spaniens Städten gibt es auch in Melilla einen besonders schönen Park und zwar den Parque Hernández.
Bezüglich Melilla spricht man auch von einer Stadt der 4 Kulturen.
Die hinduistische Kapelle haben wir jedoch nicht gefunden, obwohl wir dort die Straße entlanggegangen sind, wo sie eigentlich stehen sollte.
Christliche Kirche Sagrado Corazón de Jesús.
Auf dem Platz vor der Kirche trifft man auch die Skulptur von Cervantes mit seiner Romanfigur Don Quijote.
eine weitere katholische Kirche: Iglesia Castrense
eine jüdische Synagoge
An einer muslimischen Moschee sind wir vorbeigefahren. Sie liegt etwas außerhalb der Altstadt. Es ist das Gebäude mit dem bunten Kuppeldach.
Nun verlassen wir die Stadtmitte …. Etwas außerhalb des Zentrums sehen wir:
kleine Läden
einen Aussichtspunkt oberhalb der Stadt
2 Fotos von der Grenzanlage, die quasi Europa von Afrika trennt.
Fortsetzung folgt….
Gruß
Jofina