Nach Dauerregen in den eigentlich schönsten Monaten Mai und Juni , wenn sich die Natur wieder mit neuem Blütenkleid und Blattbewuchs zeigt, war es hier im bay. Oberland , um nur ein Beispiel anzuführen, zuletzt doch sehr enttäuschend, die sehr spät aufgewachten Pfingstrosen nur 1 Tag genießen zu können, da sie nach einem kräftigen Gewitter letzte Woche ! gleich mal am nächsten Tag sich der rohen Gewalt der Wassermassen im wahrsten Sinne des Wortes beugen mussten.
Natürlich hat es auch die Perle der Rosen erwischt,
Gerne habe ich deshalb die paar vergangenen Tage, an denen sich hier die Sonne nach langer Regenphase wieder zeigte , ausgenützt , um mit dem Radl im Oberland Berg und Natur zu genießen.
Keine weiten Reisen, die mir derzeit aus verschiedensten Gründen nicht möglich sind,
aber einfach Enspannung pur.
Leider habe ich durch die Regenzeit auch die Phase des Blütenstandes vom Enzian ( Mitte Mai/Ende Juni) verpasst.
So mache/r wird sich erinnern, da war er doch schon der wallbergler , aber vielleicht kann ich ja ein paar neue Eindrücke darstellen, die zumindest mir das Herz aufgehen ließen. Und auch die Natur hat alljährlich ein anderes bezauberndes Kleid.
Wobei ich auf viele Bilder verzichtet habe, die ihr aus den Berichten schon kennt und daher ein jahreszeitlich angepasstes Konglomerat von Planzenwuchs, Blütenstand, interessanten Bergansichten und plätschernden Bächen zeigen möchte.
Ich hab das mal in 2 Teile aufgeschlüsselt, da es zu schade wäre, einfach runter zu scrollen. Übertrieben gesagt, jedes Bild hat eine eigene Seele, die gilt es zu entdecken.
Los gings zum Einfahren schon mal einen kleinen, aber doch für München enorm wichtigen Hügel, Berg ist wohl nicht der richtige Ausdruck, zu erklimmen, auch wenn er Taubenberg heißt. Wie ihr wisst, Münchens Wasserspeicher.
Kurz nach Warngau parkte ich meinen Wagen, dann mit dem Rad auf einem schönen breiten Forstweg ( auf dieser Seite) und relativ leichter Steigung
gings zum Aussichtsplateau mit wunderschöner Fernsicht hinauf.
Hier im Hintergrund Bildmitte, der langgezogene Berg ist der Wallberg, daneben ist Plankenstein und Risserkogel sichtbar
Dass es bei diesem Futter denen gefällt, ist nach zu vollziehen. Im Hintergrund halblinks , den kennt ihr alle, der Wendelstein
Hier gesellt sich schon der Guffert, rechts im Bild,dazu. Allerdings zeigt sich jetzt im Vordergrund Bildmitte der Setzberg (dahinter nicht zu sehen,
Risserkogel und Plankenstein)
Der Wasserturm , der musste nochmal sein
Und bevor es wieder , diesmal auf die Südseite, Richtung Wall, hinunter ging, mein Guffert herangezoomt
Verführerisch geht es Richtung Wall hinunter, nicht sichtbar unten die unangenehme , steile Abfahrt
Der Donnerstag bescherte dann einen makellosen blauen Himmel , allerdings auch zarte 33 °, einfach verrücktes Wetter.
Diese Fernsicht wollte ich mir nicht nehmen lassen, also hinauf zu meinem Wallberg .
Anfangs auf der Suttenanfahrt moderate 10 %. Um dann in die direkte Wallberg Zufahrt für Senner und Wallberghaus Bewirtschafter nach rechts einzuschwenken.
Jetzt wurde es schon züntiger. Insgesamt hat die Auffahrt eine Länge von knapp über 7km. Hier ein Blick zurück , ungefähr zwischen 10 und 13 %.
Hab immer noch keinen Trick, wie man die Steilheit 1:1 vermitteln kann.
Egal, diesmal allerdings musste ich oben an der Portnessalm eine Pause einlegen, hatte ich doch den ca. 1 km langen 20 % Anteil jetzt hinter mir.
An diesem heißen Tag wollte der nicht enden.
Zuerst genehmigte ich mir einen Blick auf diese Strecke zurück , hier wird annähernd die Steilheit gezeigt.
Da heißt es auch trotz Pedelec treten , bis es knackst
Von hier
einen ersten Rundblick, im Hintergrund der Plankenstein ,dahinter der Buckel des Risserkogels
Blick am Lawinenhang hinauf zum Wallberg Kircherl
die Hauptpersonen da oben, man beachte allein schon das gesunde Fell
Lass mir ja meine Ruhe, die Fliegen ärgern mich schon zu Tode
Endlich oben. Der Weg gerade hinauf führt zum Kircherl und zur Bergstation, Bild Mitte geht der hier ebene Sommerweg nach links hinunter der Talstation (r.d 2 Stunden Wanderung)
Direkt rechs vom Fotografen Standpunkt aus ist das Wallberghaus, das ich wegen des Betriebes nicht aufgenommen habe.
Vom Standpunkt aus links der Tegernsee, im Vordergrund der sog. Ringsee ,dahinter links Bad Wiessee.
Noch ein Wort:
es ist für mich immer wieder erstaunlich, obwohl ich solche Momente schon oft genießen durfte, aus solchen Höhen, oder sogar noch höher, die weit unten liegenden Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Was habe ich mich schon oft hinauf , auf diese Aussichspunkte geschunden, mit gut gefüllten Rücksäcken auch zur Übernachtung an Sylvester usw.
Immer wieder kam mir dabei in den Sinn, jetzt, gleichwohl der erlebten Hochstimmungen , an den Knie belastenden Rückweg zu denken.
Und jetzt, genussvoll in den Sattel zu schwingen und kontrolliert abwärts fahren.
Auch eine Art , sich darauf zu freuen.
Und, einige meiner Lieblinge habe ich auch getroffen, die Drollblumen
Einer der an diesem Tage zahllosen " Matrazenflieger ", muss aber ein befreiendes Gefühl sein , wenn man es kann.
und- last no least , beeindruckendes aus nah und fern
zunächst links hinten dar zahme Kaiser mit der Pyramidenspitze, am rechten Rand dunkel sichtbar das Kranzhorn, übrigens auch eine Radlauffahrt , wer es noch nicht gesehen hat, hier
und rechts das Sonnwendjoch, mit 1986 m , der höchste Berg des Mangfallgebirges
und hier mal aus der Nähe den früheren Münchner Kletterberg, den Plankenstein
und auch nicht uninteressant , dahinter der gern besuchte Risserkogel
Noch eine kontrollierte Abfahrt hinunter zum Sutten Parkplatz nach so vielen visuellen Höhepunkten und die Erkenntnis einen efüllten Tag erlebt zu haben.
Lieben Gruß
Helmut