waldi auf Korfu
Das Hotel "Kaiser Bridge"
... hatte ich mir ausgesucht wegen der Nähe zum Achilleion und dem Bezug zu seinen Besitzern.
Wie der Name schon selbst erklärt, so nennt sich das Hotel nach einer Brücke die nach einem Kaiser benannt wurde.
Ich werde sie - oder die Reste davon - am Besten gleich zeigen.
Von meinem Balkon aus konnte ich sie sehen und fotografieren.
Von der gemauerten Bootsanlegestelle führte eine Brücke über die Uferstraße direkt in den Garten des Achilleion.
Als Kaiserin Elisabeth von Österreich das Achilleion errichten ließ (1890 - 1892) ankerte ihre Yacht im Meer und ein Boot brachte sie zu dieser marmornen Mole.
Kaiser Wilhelm II. erwarb 1907 das Achilleion von der Erbin, der ältesten Tochter Elisabeths, Gisela von Bayern (verheiratet mit Leopold von Bayern)
und errichtete die Brücke über die Straße.
Ein Foto, gemacht um 1910.
Die Brücke wurde 1945 von deutschen Truppen zerstört weil sie nicht hoch genug war für die Militärfahrzeuge.
Die Skulpturen auf den Pfosten stellen Delfine dar und stammen noch aus Elisabeths Zeiten.
Der Delfin war das Wappentier des Achilleion und fand sich auf jedem Besteckteil, Teller, Tassen, Gläser, Leuchter, Wäsche, usw.
Diese hier am Landungssteg sind leider in sehr schlechtem Zustand und schreien nach einer Restauration.
Kaiserin Elisabeth betrat den Garten des Achilleion durch dieses Tor...
... um über Serpentinen und Treppen die etwa 1500 Meter zum Achilleion hochzusteigen.
Heute ist dieser ehemals herrliche Garten ungepflegt und unzugänglich.
Zurück zum "Hotel Kaiser Bridge".
Unsere Zimmer lagen etwa in der Mitte des oberen Stockwerks.
Der Blick vom hoteleigenen Strand auf das Hotel.
Bei einem der bekanntesten Hotelanbieter fand ich annehmbare Preise in diesem, meinem Wunschhotel.
Leider wurde nur das DZ mit Meerblick angeboten. EZ gabs nur mit "Aussicht"!
Deshalb waren wir sehr überrascht darüber, dass DZ und EZ nebeneinander lagen und beide Zimmer Meerblick hatten - zum gebuchten Preis!
Und der morgendliche Blick über das ionische Meer auf den griechischen Teil der epirischen Berge sah so aus.
Es war etwas diesig an diesem ersten Morgen.
Ich konnte gar nicht genug kriegen.
Die Stimmung war aber nicht immer so.
Es war mal etwas klarer und man konnte die griechische Küste gut erkennen.
Mit stärkstem Zoom und bearbeitet.
Manchmal kamen Schiffe vorbei...
... oder ein Fischerboot...
... oder die Schwalben saßen auf der Leitung ...
... oder es schwebte ein Blechvogel ein.
Wenn sie über die Mausinsel landeten, dann kamen sie an unserem Hotel vorbei. So wie diese.
Es war für mich überraschend wie viele Flugzeuge hier verkehren.
Der Blick vom Balkon auf die Halbinsel Analipsis, besser bekannt als Kanoni, ursprünglich Paleopolis, die antike Stadt Korfu.
Unser Strand vom Balkon aus.
Jetzt gehen wir aber erst mal frühstücken.
Ein Nescafe-Automat lieferte von Filterkaffee über Capuccino und Schokolade auch heißes Teewasser.
Daneben standen zwei Obstsäfte zur Auswahl.
Weißbrot, Roggenbrot, Zwieback, Toastbrot, Hefezopf, Zitronenkuchen und Butterhörnchen wurden angeboten.
Außer zwei Wurstsorten, Käse und gekochtem Ei gab es Rührei, Partywürstchen und "Käsekuchen".
Wer es süß mochte, konnte unter mehreren Marmeladen, Nußcreme, Halva, verschiedenen Früchten und Keksen wählen.
Mein ausgiebiges Frühstück krönte ich immer mit einer Schüssel griechischem Joghurt mit Früchten und Honig! Echt lecker!
An einem Tag konnten wir die Aprikosen selbst vom Ast pflücken.
Da wir das Mittagessen ausfallen ließen schlugen wir abends zu.
Davor werfen wir einen Blick in den Innenhof.
Abends wurde im Hotel ein Menue für 10 Euro angeboten das uns meist reichte und vorzüglich schmeckte.
Ein Beispiel.
Vorspeise: Käsekuchen mit griechischem Bauernsalat.
Fast hätte ich es vor dem Fotografieren aufgegessen.
Der "Käsekuchen" war eine mit Quark gefüllte Blätterteigtasche. Österreicher nennen es Quarkstrudel.
Der Bauernsalat bestand aus geviertelten Gurkenscheiben, Tomatenstücken, gestifteten Karotten, geschnittenem Kraut und Oliven.
Hauptspeise: Hühnchen mit Spaghetti und Tomatensoße.
Nachspeise: griechischer Joghurt mit Honig
Die beiden mich begletenden Damen genehmigten sich mal einen korfiotischen Rotwein und mal ein griechisches Bier mit dem Namen Mythos.
Ich dagegen blieb vorerst alkoholfrei mit meinem Tzizimbirra.
Das Ginger Beer oder Ingwerbier ist eine korfiotische Spezialität und war während meines Besuches der Insel mein Durstlöscher.
Es ist eine Limonade aus Zitronensaft, natürlichem Zitronenöl, geriebenem Ingwer, Wasser und Zucker.
Als Absacker gönnte ich mir dann doch einen kleinen Schluck mit einem bisschen Alkohol, einen Kumquatslikör!
Ein herrlich süßes Gesöff das im Abgang etwas Schärfe entwickelt.
Wenn ich dageblieben wäre, wäre ich wahrscheinlich süchtig geworden.
Da unser abendlicher Stammtisch unter einem Olivenbaum auf der Hotelterrasse abends im Schatten lag habe ich ihn mal am Vormittag fotografiert.
Ich möcht wieder hin!!!
Liebe Grüße von waldi
Inhaltsverzeichnis
Waldi auf Korfu 2016
01 waldi auf Korfu 2016 Planung
02 Korfu Vorbereitung und Anreise
03 Korfu Das Hotel "Kaiser Bridge"
05 Die Halbinsel Kanoni - Die Basilika von Paleópolis
06 Die Halbinsel Kanoni - Kloster Vlacherna
07 Die Halbinsel Kanoni - Pontikonisi ( Mäuseinsel)
08 Die Halbinsel Kanoni - Mon Repos
10 Des Kaisers Thron bei Pélekas