Der Nepomuk des Tages steht in der Stiftskirche Mariä Medlingen in Obermedlingen (Kreis Dillingen, Bayerisch Schwaben).
(4) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 4
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Gast001 -
20. September 2016 um 16:33 -
Geschlossen
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Nepomuk in Seibersdorf, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld,Steiermark.
Der Hl. Nepomuk befindet seitlich auf einem Bildstock, der eigentlichaus einem anderen Grund errichtet wurde.
Der Bildstock wurde zur Erinnerung an Wolfgang Graf von Wurmbrand-Stuppach, dem Besitzer von Schloss Reitenau,
errichtet, der am 7.August 1704 von einem Bauerngericht, das ihn der Kollaboration mit den Kuruzen verdächtigte,
zum Tode verurteilt und an dieser Stelle hingerichtet wurde. -
Zitat von Josefs Bildstock in Seibersdorf
DER KRIEG HAT LEBEN VIEL VERNICHTET,
DURCH UNSERN HERRN IST FRIEDE WORDEN.Das wird wohl noch lange ein frommer Wunsch bleiben!
Damals waren es die Kuruzen. Heute...
Diese Spezies scheint nicht auszusterben.befürchtet waldi
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Zwei Nepomuk-Statuen in Dettelbach (Kreis Kitzingen, Unterfranken).
Der erste ist wirklich ein Brückenheiliger: er steht auf einer - naja, Brücke ist vielleicht übertrieben, sagen wir: auf einem steinernen Steg über ein Gewässerchen, das die kleine Stadt durchfließt. Lt. Denkmalliste ist er mit "1719" bezeichnet; das wäre zwei Jahre vor der Selig- und zehn Jahre vor der Heiligsprechung. (Das Fähnchen am Fenster dahinter bedeutet nur, daß gerade Fußball-WM war.
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Der zweite ist ein Hausheiliger; ebenfalls lt. Denkmalliste "17. Jahrhundert", was aber schon recht verwunderlich wäre.
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In der Leonhardskirche in Laupheim (Kreis Biberach, Baden-Württemberg) habe ich mich doch gewundert: Offenbar hat es da ein Zerwürfnis zwischen Maria und Nepomuk gegeben. Sie schaut ihn ziemlich seltsam von der Seite an, und während er sonst manchmal vor ihr auf den Knien liegt (wie z. B. in Unterwachingen), wendet er sich hier von ihr ab und appelliert offenbar an jemanden außerhalb des Bildes um Beistand. (Ist natürlich nur eine Sache des Aufnahmewinkels.
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Sie schaut ihn ziemlich seltsam von der Seite an,
Wenn ich das Bild hier in der Draufsicht so betrachte, meine ich, Maria verdreht die Augen nach oben, so nach dem Motto: " Ach Gottchen".
Aber wie du schon sagtst, " es kann auch im Aufnahmewinkel " liegen.
lieben Gruß
Helmut -
Maria verdreht die Augen nach oben, so nach dem Motto: " Ach Gottchen".
Von vorne gesehen, hat sie wohl wirklich nur den barocken Blick schräg nach oben. Dieser Blick war ja damals schwer in Mode. Im Extremfall verdrehen die Heiligen die Augen so weit nach oben, daß man unter der Iris das Weiße sieht (so wie bei deinem Smiley). Ich glaube, es war im Dom zu Passau - nachdem ich an sämtlichen Altarbildern vorbeigelaufen war, dachte ich, noch eine(n) weitere(n) barocke(n) Heilige(n)
könnte ich beim besten Willen nicht mehr ertragen.
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Egal, wo man hinkommt, egal, was man anschaut – man begegnet IHM überall. Gestern war ich im Donauschwäbischen Zentralmuseum (Ulm). Ich blätterte in einem Buch mit alten Fotos aus Ungarn und sah dieses hier:
Es befindet sich auf einer Doppelseite mit Bildern von Zsámbék/Schambek; auf derselben Seite ist auch ein Foto von der Kirchenruine, die uns hier schon in wunderbaren Bildern vorgestellt wurde.
Zu dem kleinen Nepomuk-Bildchen gibt es keinen Kommentar. Im Text zum Ort heißt es: "Ab 1712 werden Deutsche aus dem Biberacher Raum im Ort angesiedelt. Bis 1945 ist der Ort überwiegend von Deutschen besiedelt." (Waldi erwähnt in einem Zusatz zu seinem Bericht eine Firma mit dem "sehr ungarisch klingenden Namen Ziegler".)
Nun habe ich natürlich im Internet nach einer Abbildung dieses Nepomuk gesucht und auch eins gefunden, siehe hier. Es ist nur klein, aber das ungewöhnliche Schleifchen unterm Kragen, die Haltung der ziemlich grobschlächtigen Hände und die unter dem Kreuz liegende Palme zeigen eindeutig, daß es dieselbe Statue ist. Da es sich um einen Reisebericht aus dem Jahr 2012 handelt, existiert dieser Nepomuk also noch.
Es gibt aber ein zweites, sehr schlechtes und offensichtlich nach einem Druck reproduziertes Foto, das dieselbe Kirchenfassade zeigt, davor aber einen Nepomuk ohne Kopf; im Text darunter heißt es: "Die in der Stalinistischen Aera 1963 geköpfte Statue des hl. Johannes Nepomuk." Es scheint also, daß man dem zweimaligen Märtyrer (erst ertränkt, dann geköpft) inzwischen wieder einen Kopf aufgesetzt hat.
Aber Waldi hat ja eine Nichte, die in diesem Dorf zur Schule geht. Vielleicht schaut er mal, wenn er wieder in Ungarn ist, nach der katholischen Kirche und dem Nepomuk davor?
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Hallo Nyra!
Hast Du ihn nicht gefunden?
Im Beitrag 133 im Teil 3 von "Nepomuk der Brückenheilige" ist der Nepomuk von Zsámbék zu sehen (mit Kopf).Du liest die Beiträge offenbar sehr intensiv. Meine Nichte hat inzwischen die Schule, und damit den Schulort gewechselt.
Trotzdem fahre ich auf dem Weg zu ihr meist durch diesen Ort und an der Firma Ziegler vorbei.
Manchmal halte ich auch mal kurz an.Die Oblaten mit Zimt und Zucker mag ich!
Liebe Grüße von waldi
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Hallo Waldi,
nein, ich hatte ihn nicht gefunden. Um Dubletten zu vermeiden, schaue ich ja automatisch erstmal nach, ob es den Nepomuk, den ich hier einstellen will, schon gibt. Aber bei der Suche nach dem Ortsnamen bin ich nur auf den Bericht über die Kirche gestoßen. Es ist mir schon öfter passiert, daß ich etwas nicht gefunden habe, das aber da ist, wie ich dann bei anderer Gelegenheit oder zufällig festgestellte. Woran das liegt, weiß ich nicht. Mehr als ein Suchwort einzugeben kann man doch nicht tun?
Aber jetzt bin ich beruhigt. Denn daß du einen Ort angeschaut und den Nepomuk übersehen hast, konnte ich einfach nicht glauben.
Den 1963 abgeschlagenen Kopf hat offenbar ein guter Mensch aufgehoben, und in ungefährlicheren Zeiten hat man ihn dem Heiligen wieder aufgesetzt.
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