Den Nepomuk in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Kaufering (nahe Landsberg am Lech, Oberbayern) juckt's an der Nase. Wieso wohl? Na, egal, es zeigt, daß auch Heilige menschlichen Übeln unterworfen waren.
(4) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 4
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Gast001 -
20. September 2016 um 16:33 -
Geschlossen
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Nepomuk in der Pfarrkirche Bad Gleichenberg, Bezirk Südoststeiermark, Steiermark.
Dieses herrliche Nepomukfenster habe ich in der Pfarrkirche
Bad Gleichenberg gesehen. -
Den Nepomuk in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Kaufering (nahe Landsberg am Lech, Oberbayern) juckt's an der Nase. Wieso wohl? Na, egal, es zeigt, daß auch Heilige menschlichen Übeln unterworfen waren.
Die Perspektive lässt mich daran zweifeln, dass es ihn an/in der Nase juckt, nyra.
Ich vermute mal, dass sein Zeigefinger den Daumen berührt, sodaß quasi ein Loch entsteht in dem früher mal ein Palmenzweig steckte.
Den hat man ihm irgendwann geklaut.Liebe Grüße von waldi
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Ich glaube natürlich nicht wirklich, daß dieser Nepomuk sich an der Nase kratzt
. Daß er in der fraglichen Hand einen Palmenzweig hielt, kann ich mir aber nicht denken. So ein Wedel hätte das Gesicht doch zumindest teilweise verdeckt; nicht umsonst halten andere Nepomuks ihre Palme in der nach unten hängenden, manchmal sogar noch etwas nach außen ausgestreckten Hand. Die Handhaltung ist schon seltsam. Was könnte er sonst in der Hand gehalten haben? Seine Zunge? Das sieht man nur auf eher naiven Darstellungen.
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Die Perspektive lässt mich daran zweifeln, dass es ihn an/in der Nase juckt, nyra.
Gemeint ist wohl einfach der wohlbekannte Schweigegestus, nur daß durch die Perspektive der Finger vom Mund zur Nase hin verrutscht ist.
Eindeutig ist die Geste dagegen in der Wallfahrts- und ehemaligen Abteikirche St. Peter und Paul in Oberelchingen (Kreis Neu-Ulm, Bayerisch Schwaben):
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"Ganz in Weiß und ohne Palmenstrauß..."
... und mit ein bisschen Gold wirkt der Nepomuk schon sehr festlich, finde ich.Eher ein Vetreter der naiven Kunst steht vor der Kirche zur "schmerzhaften Heiligen Jungfrau" in H: Mátraderecske (Komitat Heves, Ostungarn).
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Die Inschrift darunter verweist auf die Initiatoren.
"Gott zur Ehre aufgestellt von András Cseh und Gattin Erzsi Fazekas im Dezember 1929"
Liebe Grüße von waldi
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Eher ein Vetreter der naiven Kunst ...
Die Naiven sind mir viel lieber. Heilige in Kirchen fotografiere ich nur, wenn sie mir aus irgendeinem Grund besonders gefallen (Nepomuks natürlich immer, seit ich in diesem Forum bin), aber an Häusern oder Bildstöcken in jedem Fall.
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Nepomuk in Friedberg, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, Steiermark.
Das Hochaltarbild der Pfarrkirche Friedberg zeigt die Verherrlichung
des Apostels Jakobus.
Links und rechts des Altarbildes befinden sich je drei Heiligendarstellungen.
Von links beginnend sind dies: hl. Florian, hl. Johannes Nepomuk, hl. Patritzius.
Rechts vom Altarblatt: hl. Franz Xafer, hl. Petrus Fourier und hl. Donatus. -
Auf diesem Altarbild kniet Nepomuk vor einem kleinen, von Putten getragenen Marienbild. Links von ihm ist schattenhaft
im Hintergrund zu sehen, wie er von der Moldaubrücke gestürzt wird; ein darüber fliegender Engel schleudert einen Blitzstrahl herab.Ungewöhnlich ist, daß das Engelchen rechts unten nicht den Finger auf die Lippen legt, sondern eine Binde um den Mund hat.
In der Hand hält es einen Schlüsselbund – auch der Schlüssel begegnet ja manchmal als Symbol für den "verschlossenen Mund".Die Altarbekrönung zeigt Nepomuk, wie er der knienden Königin die Beichte abnimmt. Die lateinischen Worte in der Kartusche
("cave ne loquaris") besagen sinngemäß: "Hüte dich zu sprechen."Die Bilder sind zu sehen auf einem der beiden Seitenaltäre in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Stetten ob Lontal (Gde. Niederstotzingen, Kreis Heidenheim, Baden-Württemberg). Die Fotos hab ich nicht besser hingekriegt – die Kirche ist dunkel, und der Altar ist hoch.
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Die Bilder sind doch nicht schlecht wenn man die Dunkelheit in der Kirche bedenkt! Oft befindet sich über dem Altar dann noch ein Fenster das das Bild noch dunkler macht.
Da habe ich schon wesentlich schlechtere Bilder hier eingestellt.Seit etwa 1970 hat dieser knieende Nepomuk seinen Platz in einer Nische der St. Anna-Kirche von H: Nick (Komitat Vas, Westungarn).
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Nicht nur die knieende Ausführung ist selten, sondern auch das Birett in der linken Hand ist ungewöhnlich.
Vor der Platzierung an der Kirche soll er am abgerissenen Schiller-Schloß gestanden haben.
Eine andere Überlieferung will ihn an einer Brücke über den nahen Bach gesehen haben.Liebe Grüße von waldi
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