Auf Bildern kniet er ja öfter mal, aber als Plastik ist es wirklich sehr ungewöhnlich! Ich habe das noch nie gesehen.
Daß er sein Käppi - Verzeihung! sein Birett - in der Hand hält, kommt schon mal vor. Irgendwo muß es ja untergebracht werden, und bei einer Skulptur sind die Möglichkeiten nicht so groß, wenn man es ihm nicht aufsetzen oder auf den Boden stellen will.
Auch der Nepomuk in der Hofkirche Günzburg (Bayerisch Schwaben) trägt das Birett in der linken Hand, während der Blick seelenvoll auf dem Kruzifix in seiner Rechten ruht.
In seinem Heimatmuseum hat Günzburg einen weiteren Nepomuk zu bieten: Ein naives Hinterglasbild. Er kniet auf einem Betschemel vor einem Tisch, auf dem ein Buch und darauf ein nicht allzu palmenähnlicher Wedel liegt. Im Hintergrund ist die Moldau samt Brücke zu sehen; ob da jemand im Wasser schwimmt, ist nicht recht zu erkennen. Hinterglasmalerei läßt keine allzu feinen Details zu. Auffällig ist, daß Johannes Nepomuk hier als "Hl. Johannes" bezeichnet wird, obwohl sich doch sonst die Herkunftsbezeichnung als sein "Name" durchgesetzt hat.