Die Kur-Stadt Bad Kissingen und der Wildpark Klaushof
Ja, wir machten uns also am Dienstag, dem 26. Juni, zwar wieder auf den Weg Richtung Heimat, aber wir legten vorher noch einen Zwischenstopp in Bad Kissingen ein. Dort kamen wir auch ohne Stau um die Mittagszeit an, unser Zimmer war schon bezugsfertig, die Koffer wurden schnell reingerollt, und wir machten uns auf den Weg zur ersten kleinen Stadtbesichtigung.
Wir gingen über eine der Saale-Brücken Richtung Rosengarten.
Das Wetter war zwar mal wieder durchwachsen, aber nicht kalt. Wir liefen nach einer kleinen Kaffeepause Richtung Herz-Jesu-Kirche,
mit diesem Springbrunnen davor,
um auf unserer Runde Richtung Kurpark vorher noch an der Jakobus-Kirche vorbeizukommen.
Nun setzten wir unseren Spaziergang im Kurgarten fort. Wir gingen durch dieses Portal,
wir haben uns in der Touristinfo nach dem „Kurbähnle“ erkundigt, und erfuhren, dass diese seit diesem Jahr nicht mehr fährt, es hat sich kein Nachfolger für den in Rente gegangenen Betreiber gefunden, und die Bahn sei verkauft wurden. Schade.
Im Regentenbau dort entdeckte ich dann diesen schönen Innenhof.
Hier noch mal eine Aufnahme aus Richtung Kurgarten,
und diese aus Richtung Rosengarten.
Und so flanierten wir weiter zur Brunnen- und Wandelhalle.
Als ich die vielen Zapfhähne aus poliertem Messing sah, bekam ich schon ordentlich Lust auf ein „kühles Blondes“, aber da es ja eine Kurstadt ist, wird dort natürliches Heilwasser ausgeschenkt, in verschiedenen salzigen Abstufungen und diversen natürlichen Inhaltsstoffen.
Es hingen auch Hinweistafeln aus, auf denen ausführlich beschrieben war, welches Wasser bei welcher Erkrankung angewendet wird, ich denke, dass wird auch so sein. Für unsere Krankheiten fanden wir leider kein passendes Wässerchen, und so gingen wir weiter, und konnten noch beobachten, wie gerade die Bühne in der Wandelhalle eingedreht wurde, denn das Kurkonzert im Freien war gerade zu Ende.
Und damit liessen wir es für diesen Tag auch gut sein, wir hatten viel Neues gesehen, und der Bierdurst war ja immer noch nicht gestillt wurden, diesem widmeten wir uns am Abend selbstverständlich noch.
Mittwoch, der 27. Juni
Heute wollten wir uns mal das Sisi-Denkmal auf dem gleich gegenüber auf der anderen Seite der Fränkischen Saale liegenden Altenberg ansehen. Nach einem doch recht steilen Anstieg kamen wir zuerst an einem wenig spektakulären Aussichtspunkt an, wo wir kurz rasteten, um uns weiter bergauf zu machen. Dann kamen wir zu diesem Gedenkstein.
Wir freuten uns schon, dass wir es geschafft hatten, aber nach dem Lesen der Inschrift stellten wir fest, dass das unmöglich schon das Sisi-Denkmal sein kann. Also weiter, die Beschilderung war teilweise verwirrend, aber schliesslich kamen wir hier vorbei.
Walhalla, laut der Inschrift stand an der Stelle mal eine Burg. Von dort hatten wir diesen Ausblick.
Also immer noch nicht das Sisi-Denkmal.
Nach weiteren ca. 10 Minuten kamen wir dann an diesem Pavillion an. Dort machten wir wieder eine kleine Pause und genossen den Ausblick auf Bad Kissingen.
Auch hier war die Beschilderung wieder leicht verwirrend, sodass wir 2 Wanderer fragten, und sie sagten uns, dass es nun nur noch ca. 150 Meter bis zum besagten Denkmal seien. Dort nun endlich angekommen, kam es als meiner Meinung nach wenig spektakuläres Relief daher, aber sei es drum, wir hatten es gefunden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Altenberg_(Bad_Kissingen)
Wir machten uns an den Abstieg, und nahmen einen anderen Weg, um über eine lange Treppe hinab und dann weiter zum Rosengarten zu kommen, denn wir wollten noch Schiff fahren. Aber da das nächste Schiff erst um 14 Uhr fuhr, gingen wir nochmal in die Stadt um mal wieder ein Käffchen zu trinken und uns kurz die Erlöser-Kirche anzuschauen.
Nun war es an der Zeit, dass wir uns durch den Rosengarten zum Schiffsanleger begaben.
Das Schiff kam dann auch, und so ging es um pünktlich um 14 Uhr los.
Nach einer 15 minütigen Fahrt kamen wir am Anleger der alten Saline an. Von dort war es noch ein Stück zu laufen.
Unterwegs sahen wir dieses Bismarck-Denkmal.
Und nach kurzem kamen wir zum Gradierbau, an dem wir unsere Lungen ein wenig mit der salzigen Luft benetzten.
Dann ging es weiter über den Hof der unteren Saline,
weiter zum Bismarck-Museum in der oberen Saline, welches wir auch besichtigten. Auch hier galt wieder strengstes Foto-Verbot.
https://de.wikipedia.org/wiki/Untere_Saline_(Bad_Kissingen)
https://www.badkissingen.de/de/aktivitaete…line/index.html
https://www.badkissingen.de/de/aktivitaete…radierwerk.html
https://www.saaleschiffahrtgmbh.de/unsere-dampferle/saline/
Wir hatten uns nun doch ein ganzes Stück vom Schiffsanleger entfernt, und so machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den ca. 1,5 km langen Rückweg, um mit der „Kissingen“ zurück zu fahren und den Tag relaxend ausklingen zu lassen.
Am Donnerstag, dem 28. Juni, unserem letzten Tag vor der Heimreise, wollten wir uns Vormittags eigentlich Schloss Aschach in Bad Bocklet ansehen, aber da es nur von 14-17 Uhr geöffnet hat, diese Öffnungszeiten sind uns in der Umgebung hier öfter aufgefallen, auch z.B. im Bismarck-Museum, verwarfen wir diesen Plan und fuhren zum Wildpark Klaushof, in dem wir wieder den ein oder anderen Kilometer bergauf und bergab liefen.
https://www.wildpark-klaushof.de/
Danach fuhren wir wieder zurück nach Bad Kissingen und suchten uns einen Getränkemarkt, denn wir hatten noch etwas Platz in unserem Kombi und so kauften wir einige Flaschen verschiedener fränkischer Biere ein, die ich fachmännisch hinter den Vordersitzen bruchsicher verstaute, denn die extra passend für das Auto umgebaute Transportbox im Kofferraum war ja schon voll mit den Bodensee-Bieren. Wir fuhren zurück zum Hotel, parkten wieder in der Tiefgarage, und gingen an unserem letzten Nachmittag nochmal in die Innenstadt, um nochmal ein Tässchen Kaffee und ein Stück leckere Torte zu geniessen, und danach machten wir uns noch auf den Weg zu einem Fleischer. Auf den waren wir durch den Bad-Kissingen-eigenen TV-Sender aufmerksam geworden. Wir kauften dort dann noch diverse fränkische Produkte ein, und die wirklich sehr nette Verkäuferin vakuumierte uns alles portionsweise, damit wir es gut erst im Kühlschrank im Zimmer und am nächsten Tag dann in der Kühlbox im Auto verstauen konnten. Das ganze Konvolut konnten wir dann eine Stunde später im Geschäft abholen, sie wollte vorher nicht mal Geld haben, geschweige denn wenigstens eine Anzahlung. Alles auf Vertrauensbasis, respekt, super, grosses Lob.
Wir gingen dann noch einmal durch den Kurpark und über die Saale Richtung Casino, aber da die Brieftasche mittlerweile recht leicht und dünn geworden war, begnügten wir uns mit der Aussenansicht.
Somit liessen wir den letzten Abend noch schön ausklingen, mit lecker Spanferkel für mich, und einem Tafelspitz für meine Frau, und das ganze spülten wir noch mit ein paar kleinen Bieren runter.
Freitag, der 29. Juni
Der Rest ist schnell erzählt. Nach dem Frühstück wurden schnell die Koffer gepackt, während ich alles im Auto verstaute und das auschecken erledigte, ging meine Frau noch mal schnell zum Bäcker und holte 3 verschiedene Brote. Dann fuhren wir durch den Thüringer Wald wieder nach Hause. Auch hier kamen wir ohne Stau gut durch, sodass wir am frühen Nachmittag wieder in der Heimat ankamen.
Bei uns ist es so Tradition, dass unsere Familie, egal wer gerade im Urlaub ist, wenn möglich, so wie wir regionale Produkte mitbringt, und bei einem gemeinsamen Abendessen von den Urlaubserlebnissen zu berichten, was wir dann am Abend auch gemacht haben.
Viele Grüsse, Daniel.
Meine Deutschlandreise 2018
Inhaltsverzeichnis
Teil 1: Meine Städtereisen nach Wetzlar, Limburg, Runkel, Braunfels und Weilburg
Teil 2: Meine Bodensee-Ausflüge nach Überlingen, Uhldingen, Meersburg, Salem, Konstanz und Insel Mainau
Teil 3: Die Kur-Stadt Bad Kissingen und der Wildpark Klaushof