Schlingnatter, Glattnatter, Coronella austriaca
Diese Schlingnatter habe ich heute in unserem Garten in Klosterneuburg gesichtet.
Die Schlingnatter wird häufig wegen ihrer Zeichnung und Abwehrhaltung mit der Kreuzotter verwechselt. Bereits im Lebensraum unterscheiden sie sich, denn nahe Wien in einem Garten wird man keine Kreuzotter finden. Bei näherer Betrachtung fällt auch auf, dass diese Schlange im Gegensatz zur Kreuzotter recht zierlich ist, keinen abgesetzten Schwanz hat und auffallend glatte Schuppen besitzt (deshalb auch Glattnatter).
Dieses erwachsene Exemplar bringt es gerade einmal auf etwa 75 cm. Die Zeichnung am Kopf erinnert mitunter an eine Krone, deshalb der Name Coronella. Austriaca, weil die Erstbeschreibung aus Österreich stammte.
In Drohstellung mit zurückgezogenem Kopf erinnert sie im Habitus etwas an eine Kreuzotter, es ist eine Art von Mimimkry, wodurch sich diese Schlange gefährlicher darstellt, als sie ist. Trotz Drohgebärde greift sie kaum an, man kann sie in aller Ruhe sehr nahe auch filmen.
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Die Schlingnatter umschlingt ihre Beute, vorwiegend Eidechsen wie auch die Blindschleiche, aber auch kleine Mäuse und Wühlmäuse. Sie ist ovovivipar, das bedeutet, dass sie ihre Eier bis zum Schlupf in sich trägt und lebende Jungtiere zur Welt bringt.
Die Schling- oder Glattnatter ist eine der häufigsten Schlangen in Österreich, wird aber wegen ihrer eher versteckten Lebensweise seltener gesichtet als Äskulapnattern oder Ringelnattern.
Johannes