Obwohl nur wenig jünger als Sylvi haben wir im Gymnasium das Thema DDR ausgiebig behandelt. Gegipfelt hat der Unterricht in eine Klassenfahrt in ein Schullandheim bei Coburg. Dort kam es zu einem Besuch der dortigen Kaserne des damaligen Bundesgrenzschutzes und der Grenze. Auf einem Beobachtungsturm konnten wir die Grenzanlagen unter Anleitung von Beamten des BGS gut einsehen. In der Kaserne selbst lauschten alle einem Vortrag zum Thema Grenze. Dazu wurde uns eine entwendete Selbstschußanlage und deren Funktion erklärt.
https://www.welt.de/geschichte/art…ussanlagen.html
Der "Dieb" war damals schon nicht mehr am Leben weil er beim weiteren Versuch der Demontage so eines Geräts von der Stasi erschossen wurde.
Diese "Bildung an der Grenze" dürfte wohl nicht nur bei mir eine dauerhafte Aversion gegen das Regime drüben ausgelöst haben. Vielleicht ist das auch der Grund, daß die Maueröffnung und die Wiedervereinigung auf mich einen ganz anderen Eindruck hatte als auf andere, die ebenso wie ich überhaupt keine verwandtschaftliche Beziehung nach drüben hatte.
grüsse
jürgen